{"entities":{"Q571945":{"pageid":573712,"ns":120,"title":"Item:Q571945","lastrevid":62852181,"modified":"2026-04-11T08:45:27Z","type":"item","id":"Q571945","labels":{"en":{"language":"en","value":"Moderne Algebra. Bd. II. Unter Benutzung von Vorlesungen von E. Artin und E. Noether."}},"descriptions":{"en":{"language":"en","value":"scientific article; zbMATH DE number 2555644"}},"aliases":{},"claims":{"P31":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P31","hash":"fd5912e4dab4b881a8eb0eb27e7893fef55176ad","datavalue":{"value":{"entity-type":"item","numeric-id":56887,"id":"Q56887"},"type":"wikibase-entityid"},"datatype":"wikibase-item"},"type":"statement","id":"Q571945$2D50A349-6254-4E0D-A9B8-B1659CAECF4A","rank":"normal"}],"P159":[{"mainsnak":{"snaktype":"value","property":"P159","hash":"6555d82b15a462324f0583ac11d8dd5fb82022ae","datavalue":{"value":{"text":"Moderne Algebra. Bd. II. Unter Benutzung von Vorlesungen von E. Artin und E. 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Naturgem\u00e4\u00df hat der zweite Band in der Vielfalt seines Inhaltes nicht die geschlossene Form, die den ersten Band ihm gegen\u00fcber auszeichnet; aber auch in stilistischer Beziehung hat der erste Band einen bedeutenden Vorzug. Freilich soll sich dieses Urteil lediglich auf die Betrachtung der Teile des Werks, nicht etwa auf die des Werks als Ganzes beziehen, das ja heute, zur Zeit der Niederschrift dieser Besprechung, unwidersprochen als das Standardwerk der modernen Algebra in der ganzen mathematischen Welt angesehen wird. Der genaue Inhalt der einzelnen Kapitel wird noch im Folgenden n\u00e4her geschildert werden; f\u00fcr den gesamten Band sind noch die zahlreichen Aufgaben erw\u00e4hnenswert, die eine wertvolle Erg\u00e4nzung f\u00fcr den Leser bedeuten, da ja nur die L\u00f6sung von Aufgaben die Beherrschung des nicht gerade leichten Stoffs sichern kann, vor allem aber auch die Literaturhinweise, die ein weitergehendes Eindringen in die gro\u00dfe F\u00fclle der modernen Ergebnisse erm\u00f6glichen.   Das elfte Kapitel, das erste des zweiten Bandes, ist der Eliminationstheorie gewidmet, also der Theorie, die die Antwort auf das Problem der L\u00f6sung mehrerer algebraischer Gleichungen in mehreren Unbestimmten geben soll. Ausgehend von dem einfachsten Falle zweier Polynome in einer Ver\u00e4nderlichen, f\u00fcr den das Verhalten der Resultante entscheidend ist, behandelt der erste Teil dieses Kapitels das Resultantensystem f\u00fcr mehrere Polynome in einer Ver\u00e4nderlichen. Es folgt dann die allgemeine Eliminationstheorie, eine genaue Schilderung der Methode der sukzessiven Elimination der Unbestimmten. Im Mittelpunkte der Theorie steht der \\textit{Hilbert}sche Nullstellensatz und seine Erweiterung. Danach folgt die genaue Behandlung eines homogenen Gleichungssystems, f\u00fcr dessen L\u00f6sbarkeit ein Kriterium in Gestalt eines Resultantensystems besteht, das sich im Falle von \\(n\\) Gleichungen in \\(n\\) Unbestimmten mit Hilfe des Begriffes der Tr\u00e4gheitsform besonders vereinfacht. Den Beschlu\u00df macht der f\u00fcr die algebraische Geometrie besonders wichtige Satz von \\textit{B\u00e9zout}.   Kap. XII hat die allgemeine Idealtheorie der kommutativen Ringe zum Inhalte. Durchweg wird dabei die Existenz einer endlichen Basis f\u00fcr die Ideale des betrachteten Ringes vorausgesetzt. Am Anfang steht der \\textit{Hilbert}sche Satz, da\u00df f\u00fcr jeden Polynombereich in endlich vielen Unbestimmten der Basissatz gilt, falls er im Grundring erf\u00fcllt ist. Vor allem aber werden die verschiedenen Formulierungen des Basissatzes, die Teilerkettens\u00e4tze, als gleichwertige Forderungen erkannt. Es folgen dann die formalen Hilfsmittel, die Definitionen des gr\u00f6\u00dften gemeinschaftlichen Teilers, des kleinsten gemeinschaftlichen Vielfachen von Idealen, die fundamentalen Begriffe des Primideals und des Prim\u00e4rideals. Die Eigenschaften der Prim\u00e4rideale werden hergeleitet, wobei aus axiomatischen Gr\u00fcnden genau unterschieden wird in Dinge, die nur mit Hilfe des Teilerkettensatzes, und solche, die auch ohne diese Forderung hergeleitet werden k\u00f6nnen. Der allgemeine Zerlegungssatz, da\u00df unter Voraussetzung des Teilerkettensatzes jedes Ideal als Durchschnitt von endlich vielen Prim\u00e4ridealen dargestellt werden kann, der zweite Zerlegungssatz von der unverk\u00fcrzbaren Darstellbarkeit leiten dann zu den wichtigsten Ergebnissen der allgemeinen kommutativen Idealtheorie, den Eindeutigkeitss\u00e4tzen, \u00fcber. Die zus\u00e4tzliche Forderung der Existenz des Einselements im Ring erlaubt die Einf\u00fchrung des Begriffs teilerfremder Ideale, der versch\u00e4rfende Aussagen \u00fcber multiplikative Zerlegung von Idealen gestattet; weiter gibt diese Forderung den Begriff des einartigen (prim\u00e4ren) Ideals, eines Prim\u00e4rideals mit teilerlosem zugeh\u00f6rigen Primideal, und damit den Satz von der eindeutigen Darstellung eines Ideals als Produkt teilerfremder einartiger Prim\u00e4rideale f\u00fcr Ringe, in denen der Teilerkettensatz gilt und jedes Primideal teilerlos ist.   Kap. XIII, die Theorie der Polynomideale, ist eine gleichzeitige Anwendung der beiden vorangehenden Kapitel. Die Grundlage der Theorie ist der Integrit\u00e4tsbereich der Polynome in \\(n\\) Unbestimmten \u00fcber einem kommutativen K\u00f6rper. Der durch die Menge der Nullstellen eines Polynomsystems entstehende Begriff der algebraischen Mannigfaltigkeit wird mit der Idealtheorie im Polynombereiche in eine enge Verbindung gebracht, wodurch sich die Ergebnisse der Idealtheorie sofort auf algebraische Mannigfaltigkeiten \u00fcbertragen. Die Frage der Darstellbarkeit algebraischer Mannigfaltigkeiten als algebraischer Funktionen von Parametern verlangt eine Untersuchung \u00fcber algebraische Funktionen; mit ihrer Hilfe kann dann das Problem der Parameterdarstellung f\u00fcr irreduzible Mannigfaltigkeiten (die Primidealen entsprechen) gel\u00f6st werden. Diese Untersuchung f\u00fchrt weiter auf den fundamentalen Begriff der Dimensionszahl eines Primideals, allgemeiner eines beliebigen Polynomideals. Die Zerlegungs- und Eindeutigkeitss\u00e4tze der Idealtheorie f\u00fchren ohne weiteres, da die Mannigfaltigkeit eines Prim\u00e4rideals gleich der des zugeh\u00f6rigen Primideals ist, zu Zerlegungs- und Eindeutigkeitss\u00e4tzen f\u00fcr beliebige algebraische Mannigfaltigkeiten. F\u00fcr nulldimensionale Ideale folgt weiterhin der \\textit{Noether}sche Fundamentalsatz, der in seinen Spezialisierungen zu zahlreichen Anwendungen f\u00fchrt; durch Zur\u00fcckf\u00fchrung der mehrdimensionalen Ideale auf nulldimensionale werden diese Resultate \u00fcber nulldimensionale Ideale soweit m\u00f6glich auf allgemeinere Ideale \u00fcbertragen. Schlie\u00dflich folgen noch S\u00e4tze \u00fcber ungemischte Ideale und Multiplizit\u00e4tsfragen der algebraischen Geometrie.   Das vierzehnte Kapitel, das ganze algebraische Gr\u00f6\u00dfen behandelt, gibt eine Darstellung der \\textit{Dedekind}schen Idealtheorie in moderner axiomatischer Auffassung. Das wichtigste Fundament daf\u00fcr ist der Satz von der Endlichkeit jedes Untermoduls eines endlichen Moduls. In der axiomatischen Behandlung ist die Grundlage ein endlicher \\(\\mathfrak R\\)-Modul, d. i. ein endlichgliedriger Modul \u00fcber einem beliebigen Ringe \\(\\mathfrak R\\); damit der eben erw\u00e4hnte Satz gilt, m\u00fcssen an den Ring gewisse Forderungen gestellt werden. Ist nun \\(\\mathfrak R\\) ein Unterring eines Ringes \\(\\mathfrak T\\), so hei\u00dft ein Element von \\(\\mathfrak T\\) ganz algebraisch in bezug auf \\(\\mathfrak R\\), wenn alle Potenzen dieses Elementes einem endlichen \\(\\mathfrak R\\)-Modul angeh\u00f6ren. Gilt in \\(\\mathfrak R\\) der Teilerkettensatz f\u00fcr Linksideale, so geht diese Definition in die klassische Definition der ganzen algebraischen Gr\u00f6\u00dfe \u00fcber. Dadurch wird \u00fcber \\(\\mathfrak R\\) in \\(\\mathfrak T\\) ein Ring ganzer Gr\u00f6\u00dfen definiert, von dem nun noch Abgeschlossenheit in \\(\\mathfrak T\\) verlangt wird. Wann diese Eigenschaft erf\u00fcllt ist, wird durch einige Kriterien festgelegt. Eine besondere Untersuchung \u00fcber die ganzen Gr\u00f6\u00dfen eines K\u00f6rpers leitet dann \u00fcber zu dem axiomatischen Aufbau der klassischen Idealtheorie in einem Integrit\u00e4tsbereiche. Es zeigt sich, da\u00df zu diesem Aufbau die drei Forderungen: (1) Teilerkettensatz f\u00fcr Ideale, (2) Teilerlosigkeit der vom Nullideal verschiedenen Primideale, (3) Ganzabgeschlossenheit des Integrit\u00e4tsbereiches in seinem Quotientenk\u00f6rper notwendig und hinreichend sind. Zum Schlu\u00df wird noch die Idealtheorie in Integrit\u00e4tsbereichen behandelt, die wohl die Forderungen (1) und (3), aber nicht (2) erf\u00fcllen. Damit ist ein vollst\u00e4ndiger \u00dcberblick \u00fcber die Idealtheorie der Integrit\u00e4tsbereiche erzielt, da die Folgerungen, die sich aus diesen (teilweise oder vollst\u00e4ndig gestellten) Forderungen ergeben, genau bekannt sind.   Als Grundlage zu den letzten beiden Kapiteln des Bandes bringt Kap. XV die lineare Algebra \u00fcber einem beliebigen Ringe. Die Darstellung st\u00fctzt sich haupts\u00e4chlich auf die Theorie der Gruppen mit Operatoren und wird dadurch besonders einfach gegen\u00fcber andern Darstellungen, die ihrerseits aber vielleicht den Vorzug leichterer Durchsichtigkeit besitzen. Im Anfang stehen die Begriffe des Linearformenmoduls \u00fcber einem Ringe mit Einselement, die lineare Abbildung und die formalen S\u00e4tze der Theorie der Vektoren und Matrizen. Auf einen kurzen Abschnitt \u00fcber lineare Gleichungen folgt die Elementarteilertheorie der Matrizen \u00fcber Hauptidealringen, die gleichzeitig zum Beweise des Hauptsatzes \u00fcber abelsche Gruppen mit endlich vielen Erzeugenden benutzt wird; dieser Satz ist ja dem Elementarteilersatz \u00e4quivalent. Hieran schlie\u00dft sich zwanglos die Einf\u00fchrung der Begriffe Darstellung und zugeh\u00f6riger Darstellungsmodul, die f\u00fcr das letzte Kapitel besonders wichtig sind. Den Schlu\u00df dieses Kapitels machen die Resultate der Matrizentheorie im kommutativen K\u00f6rper aus, also die Normalformens\u00e4tze, die S\u00e4tze \u00fcber die charakteristische Funktion einer Matrix, schlie\u00dflich die Ergebnisse der Theorie der quadratischen und \\textit{Hermite}schen Formen.   Kap. XVI behandelt die Theorie der hyperkomplexen Systeme der Algebren endlichen Ranges \u00fcber einem kommutativen K\u00f6rper. Da diese Systeme die Maximal- und Minimalbedingung, d. h. den Teilerkettensatz und den Vielfachkettensatz f\u00fcr einseitige und zweiseitige Ideale erf\u00fcllen, so kann die Untersuchung in nat\u00fcrlicher Verallgemeinerung auf Ringe ausgedehnt werden, die diese Maximal- und Minimalbedingung etwa in voller Sch\u00e4rfe oder auch nur teilweise (allein f\u00fcr Linksideale) erf\u00fcllen. Welche Bedeutung diese Forderungen haben, wird hier an zahlreichen Bemerkungen n\u00e4her erl\u00e4utert. Nach einer genaueren Untersuchung nilpotenter Ideale kann als erstes Ergebnis der Hauptsatz \u00fcber die Struktur halbeinfacher Ringe, die die Minimalbedingung f\u00fcr Linksideale erf\u00fcllen, hergeleitet werden. Es folgen weiter Untersuchungen \u00fcber zweiseitige Zerlegungen und die Struktur des Zentrums eines Ringes. Die genaue Betrachtung der Struktur des Automorphismenringes eines vollst\u00e4ndig reduziblen Moduls dient als wichtige Vorbereitung zu dem Nachweise der fundamentalen Struktureigenschaften der vollst\u00e4ndig reduziblen Ringe mit Einselement. Der Schlu\u00df des Kapitels behandelt noch speziell f\u00fcr hyperkomplexe Systeme das Produkt zweier solcher Systeme und das wichtige Problem der Erweiterung des Grundk\u00f6rpers.   Kap. XVII hat die Darstellungstheorie der Gruppen und hyperkomplexen Systeme zum Inhalt. Durch \u00dcbergang von der endlichen Gruppe zum Gruppenring kann die Theorie in voller Allgemeinheit ohne gesonderte Betrachtungen durchgef\u00fchrt werden. Aus allgemeinen Strukturs\u00e4tzen folgen in einfacher Weise die Fundamentals\u00e4tze \u00fcber die Darstellungen halbeinfacher Systeme, die vollst\u00e4ndige Reduzibilit\u00e4t dieser Darstellungen, der Satz \u00fcber die regul\u00e4re Darstellung. Die Untersuchung der Darstellungen in algebraisch-abgeschlossenen K\u00f6rpern hat in der Hauptsache den Satz von \\textit{Burnside} und seine Verallgemeinerung durch \\textit{Frobenius} und \\textit{I. Schur} zum Inhalt. Durch Einf\u00fchrung des Begriffes des Charakters einer Darstellung gelangt man zu dem Satze der (im wesentlichen) eindeutigen Bestimmtheit einer vollst\u00e4ndig reduziblen Darstellung eines hyperkomplexen Systems in einem K\u00f6rper der Charakteristik Null. Es folgt dann noch in genauerer Ausf\u00fchrung die Darstellungstheorie der endlichen Gruppen; insbesondere wird auf einem von \\textit{J. v. Neumann} stammenden Wege die Darstellungstheorie der symmetrischen Gruppe hergeleitet. Zum Schlusse kommen noch einige Anwendungen der Darstellungstheorie auf die Theorie der nichtkommutativen K\u00f6rper zur Besprechung, insbesondere der Satz von \\textit{Wedderburn} \u00fcber endliche K\u00f6rper. \\ (III 3, 7).  Besprechungen: J. v. Neumann; Acta Szeged 5 (1932), 259-260. D.; Nieuw Archief (2) 17 (1932), 187-188. B. Levi; Bollettino U. M. I. 10 (1931), 239-243. O. Ore; Bulletin A. M. S. 38 (1932), 327-329. O. Taussky; Monatshefte f. Math. 40 (1933), 3-4 kursiv. T. Skolem; Norsk Mat. Tidsskrift 14 (1932), 101-102. U. Wegner; Z. f. math. 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