Sur les fonctions implicites.
In dieser nachgelassenen Arbeit gibt der (1914 verstorbene) Verf. einen neuen Beweis des berühmten Weierstraßschen Vorbereitungssatzes. Derselbe unterscheidet sich zwar von dem durch Goursat 1908 angegebenen nur in Einzelheiten, ist aber trotzdem von Interesse wegen der Anwendung auf Systeme mit mehreren unbekannten Funktionen. Verf. verallgemeinert nämlich das Weierstraßsche Lemma zu folgendem Satze: Seien \[ F_i(y_1,\dots,y_n; x_1,\dots x_s)\qquad(i=1,\dots,n), \] \(n\) Funktionen, die im Nullpunkt \(y_1=\cdots=y_n=x_1\cdots=x_s=0\) holomorph sind und verschwinden. Wenn diese Funktionen für \(x_1=\cdots=x_s=0\) eine Nullstelle \(y_1=\cdots=y_n=0\) der \(p\)-ten Ordnung haben, so gelten in einer Umgebung des Nullpunktes die Darstellungen \[ F_i=K_{i1}H_1+\dots +K_{in}H_n\qquad(i=1,\dots,n), \] wobei die \(K\) holomorphe Funktionen von \(y_1,\dots,y_n,x_1,\dots,x_s\) sind, deren Determinante im Nullpunkt nicht verschwindet, während die \(H\) Polynome in \(y_1,\dots,y_n\) sind, vom Grade \(\leqq p\) und mit Koeffizienten holomorph in \(x_1,\dots,x_s\). Der Beweis dieses Satzes ist allerdings nicht vollständig. Außerdem behandelt Verf. verschiedene ähnliche Fragen, die mit der Eliminationstheorie zusammenhängen.
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