Analytic functions and mathematical physics.
Verf. zeigt in der vorliegenden Arbeit, wie man die fundamentalen Differentialgleichungen der mathematischen Physik in Zusammenhang bringen kann mit der Theorie der analytischen Funktionen bzw. mit gewissen Verallgemeinerungen von analytischen Funktionen. Der Ausgangspunkt sind die \textit{Cauchy-Riemann}schen Differentialgleichungen, die man geometrisch deuten kann als Ausdruck für das Verschwinden der Divergenzen zweier zweikomponentiger, gleich langer Vektoren, die zueinander orthogonal sind. Diese Differentialgleichungen werden nach \textit{Volterra} z. B. im Falle \(n = 3\) dadurch verallgemeinert, daß man fordert, daß die Divergenzen eines gewöhnlichen (Linien-)Vektors und eines Flächenvektors (orientiertes Dreieck im Raume), die beide die gleiche Länge haben und zueinander orthogonal sein sollen, verschwinden. Im Falle eines allgemeinen \(n\) kann man entsprechende Verallgemeinerungen angeben. Verf. zeigt nun, wie man die Grundgleichungen der klassischen Mechanik, die \textit{Euler}schen hydrodynamischen Grundgleichungen und die \textit{Maxwell}schen Gleichungen mit diesen Verallgemeinerungen der \textit{Cauchy-Riemann}schen Differentialgleichungen in Zusammenhang bringen kann. Auch der \textit{Maxwell}sche Spannungstensor läßt eme funktionentheoretische Deutung zu. Zum Schluß werden nach den angegebenen einheitlichen Gesichtspunkten die \textit{Schrödinger}sche Wellengleichung und die \textit{Dirac}sche Gleichung betrachtet. \ \ (IV 4; VI 3, 4 A, 4 B.)
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