Coding theory. Construction and application of linear codes

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Der vorliegende Text befasst sich mit \textit{Algebraischer Codierungstheorie}, einem noch jungen Teilgebiet der Diskreten Mathematik, in der Methoden aus (Linearer) Algebra, Darstellungstheorie, Geometrie und Kombinatorik verwendet werden. Das Buch besteht aus drei Kapiteln. Neben einer gründlichen \textit{Einführung in die Algebraische Codierungstheorie} (Lineare Codes, Endliche Körper, Äquivalenz, Gewichtsverteilung, Modifikationstechniken) werden in Kapitel 1 bereits einige wichtige Klassen von Codes angesprochen (Hamming-, Reed-Muller-, MDS-, MLD- samt Mehrheitsdecodierverfahren). Das zweite Kapitel behandelt neben der für viele Anwendungen wichtigen Klasse der \textit{zyklischen Codes} (inklusive BCH-, Reed-Solomon-, quadratische Reste-) eine Vielzahl von linearen Codes, die aus zyklischen Codes abgeleitet werden können (verallgemeinerte Reed-Solomon-, Goppa-, Alternanten-, verallgemeinerte Justesen-, Reed-Muller- über Primkörpern). Desweiteren werden die Codierung von zyklischen Codes, die Decodierung für BCH-, Reed-Solomon- und klassischen Goppa-Codes vermöge der Methode des fehlerkorrigierenden Paares, sowie ein Mehrheitsdecodierverfahren für binäre Reed-Muller-Codes behandelt. Bemerkenswert ist weiter, daß bei der ringtheoretischen Behandlung der zyklischen Codes, im Gegensatz zu anderen Darstellungen, deren Länge nicht der Einschränkung unterliegt, zur Charakteristik des zugrundeliegenden Körpers teilerfremd zu sein. Das ungefähr 150 Seiten umfassende Kapitel 3 ist den \textit{Isometrieklassen} linearer Codes gewidmet und beschäftigt sich intensiv mit der Abzählung und der Konstruktion der Äquivalenzklassen linearer Codes. Die hierzu notwendigen theoretischen Hilfsmittel (wie etwa das ordnungstreue Erzeugen) entstammen aus der Theorie der endlichen Gruppenoperationen und haben sich bereits allgemein für die algorithmische Konstruktion diskreter Strukturen bewährt. Die Autoren verfügen über eine Implementierung der behandelten Algorithmen und unterhalten eine WWW-Seite (http://www.mathe2.uni-bayreuth.de/CODES/lineare\(_-\)codes.html), auf der sich die Ergebnisse und Programmpakete befinden und abrufen lassen. Ergänzende Abschnitte von Kapitel 3 behandeln u.a. einen verfeinerten Ansatz zur Bestimmung der Minimaldistanz linearer Codes (hierzu werden Gittermethoden verwendet) und den Zusammenhang zwischen Matroiden und linearen Codes. Der vorliegende Text, der durch zahlreiche Übungsaufgaben, 21 Abbildungen, 39 Tabellen, ein umfassendes Symbolverzeichnis sowie einen Index ergänzt ist, ist ein hervorragendes Lehrbuch über Codierungstheorie, welches den Leser von den Grundlagen zu interessanten neuen Resultaten führt und dabei fundamentale Methoden aus Konstruktiver Algebra und Diskreter Mathematik vermittelt.












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