Equivalent rational substitutions.
Gefragt wird nach rationalen Funktionen \(\varphi(z),\alpha(z),\beta(z)\), für die \[ (1)\quad \varphi[\alpha(z)]=\varphi[\beta(z)] \] gilt. Sind \(\zeta,\zeta_1\) und \(\sigma\) rationale Funktionen, \(\sigma\) nicht linear, und ist \(\zeta(z)=\zeta_1[\sigma(z)]\), so heißt \(\sigma\) ein Vorfaktor von \(\zeta\), und zwar ein eigentlicher, wenn \(\zeta_1\) nicht linear ist. Eine rationale Funktion ohne eigentlichen Vorfaktor heißt prim, jede andere zusammengesetzt. Die bei endlichen linearen Gruppen invarianten Funktionen und die Transformation der lemniskatischen und äquianharmonischen \(\wp\)-Funktion geben Beispiele für (1). Die Grade von \(\varphi,\alpha\) und \(\beta\) seien \(m, n\) und \(n\); \(\alpha\) und \(\beta\) sollen keinen gemeinsamen Vorfaktor haben. Es werden acht Sätze bewiesen, darunter die folgenden. 1. \(m>n\). 2. Ist \(m \leqq 2n\), so ist \(\beta(z)=\alpha[\lambda(z)]\) mit linerarem \(\lambda\), und \(\lambda[\lambda(z)]=z \cdot \varphi[\alpha(z)]\) hat einen Vorfaktor zweiten Grades, der sich bei Ersetzung von \(z\) durch \(\lambda(z)\) nicht ändert. 4. Ist \(m=n+1\), so ist \(\varphi(z)\) prim. 7. Die Monodromiegruppe der Umkehrfunktion ist mehrfach transitiv, wenn \(m=n+1\), einfach transitiv, wenn \(m>n+1\) ist. 8. Alle Funktionen \(\varphi(z)\), die bei gegebenem \(\alpha\) und \(\beta\) die Gleichung (1) erfüllen, lassen sich durch eine von ihnen rational ausdrücken. Bei den Beweisen wird ausgiebig das folgende Prinzip benutzt: Ist die Monodromiegruppe Umkehrfunktion der rationalen Funktion \(\Phi(z)\) inprimitiv, so ist \(\Phi\) zusammengesetzt.
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