Über eine zum projektiven einseitigen \(R_n\) homöomorphe Mannigfaltigkeit, die ein- und zweiseitig erscheint. (Q1438176)

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scientific article; zbMATH DE number 2573688
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    Über eine zum projektiven einseitigen \(R_n\) homöomorphe Mannigfaltigkeit, die ein- und zweiseitig erscheint.
    scientific article; zbMATH DE number 2573688

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      Über eine zum projektiven einseitigen \(R_n\) homöomorphe Mannigfaltigkeit, die ein- und zweiseitig erscheint. (English)
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      1929
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      In seinen ``Beiträgen zur Analysis situs'' (Sitzungsberichte B.~M.~G. 7 (1908), 29-49; F.~d.~M. 39, 545-546) hat \textit{Steinitz} in aller Deutlichkeit auf den Unterschied der Begriffe ``Orientierbarkeit'' und ``Nicht-Orientierbarkeit'' einerseits, ``Zweiseitigkeit'' und ``Einseitigkeit'' anderseits hingewiesen, nachdem eine diesbezügliche Bemerkung von \textit{W. Dyck} (Math. Ann. 32 (1888), 457-512, Anmerkung auf S.~474; F.~d.~M. 20, 519-521) unbeachtet geblieben war. In dieser Arbeit gibt \textit{Steinitz} ein Beispiel einer geschlossenen nicht orientierbaren Mannigfaltigkeit gerader Dimension \(n\), die zweiseitig in den \((n+1)\)-dimensionalen projektiven Raum eingebettet ist, jedoch homöomorph ist dem \(n\)-dimensionalen projektiven Raum, der im \((n+1)\)-dimensionalen projektiven Raum einseitig liegt. Der ausführlichen Darstellung dieses Beispiels ist die vorliegende Arbeit gewidmet. Verf. konstruiert diese Mannigfaltigkeit \(\mathfrak H_n\) folgendermaßen: Man nehme im projektiven \(R_{n+1}\) \(n+2\) projektive \(R_n\), die nicht durch einen Punkt gehen. Ist nun \(R_n^*\) ein weiterer \(R_n\), der durch keine Ecke der durch die zuerst gewählten \(R_n\) bestimmten Simplexeinteilung des \(R_{n+1}\), hindurchgeht, so bleibt genau ein \((n+1)\)-dimensionales Simplex \(S^*_{n+1}\) dieser Zerlegung des \(R_{n+1}\) frei von Punkten von \(R_n^*\). Nimmt man nun irgendeine Einteilung der \(n+2\) von \(R^*_n\) verschiedenen \(R_n\) in zwei Klassen von \(k+1\) bzw. \(n-k+1\) \(R_n\) vor (\(k=0,1,\ldots,n\)), so ist dadurch jedesmal eine involutorische Abbildung des Raumes auf sich definiert, die den Schnitt-\(R_{n-k}\) und den Schnitt-\(R_k\) der \(R_n\) der beiden Klassen als Achsen hat. Bei jeder dieser \(2^{n+1}-1\) (von der Identität verschiedenen) ``projektiven Spiegelungen'' fällt ein Teil des Bildes von \(R^*_n\) in die Zelle \(S_{n+1}^*\), und diese Teile schließen sich zu einer geschlossenen nichtorientierbaren Mannigfaltigkeit \(\mathfrak H_n\) zusammen. Die \(\mathfrak H_n\) ist homöomorph dem \(R_n^*\), und zwar entsprechen ihre Zellen der Einteilung des \(R^*_n\), die durch die \(n+2\) Schnitt-\(R_{n-1}\) des \(R_n^*\) mit den übrigen \(R_n\) bewirkt wird. Die Zelleneinteilung des \(R_n^*\) wird zum Zweck der Beweisführung ausführlich untersucht; insbesondere wird aus ihr die Charakteristik von \(\mathfrak H_n\) berechnet und die Nichtorientierbarkeit bewiesen. Für gerade Dimensionszahl \(n\) wird dann noch der Nachweis der zweiseitigen Lage \(\mathfrak H_n\), der sich, wie Verf. bemerkt, auch einfacher aus den allgemeinen Prinzipien von \textit{Steinitz} ergeben würde, direkt geführt; bei ungeradem \(n\) liegt die \(\mathfrak H_n\) natürlich einseitig. -- Schließlich konstruiert Verf. noch ein konvexes Polyeder im \((n+1)\)-dimensionalen euklidischen Raum, dessen Begrenzung eine unverzweigte zweifache Überlagerungsfläche der \(\mathfrak H_n\) in der richtigen Zelleneinteilung ist. -- Es sei noch bemerkt, daß die Konstruktion im Falle \(n=2\) zu dem bekannten einseitigen Heptaeder führt (vgl. \textit{Steinitz}, J.~f.~M. 130 (1905), 281-307; F.~d.~M. 37, 500-501).
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