Euclidean invariants of plane algebraic curves. (Q1440262)
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scientific article; zbMATH DE number 2575909
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Euclidean invariants of plane algebraic curves. |
scientific article; zbMATH DE number 2575909 |
Statements
Euclidean invariants of plane algebraic curves. (English)
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1928
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In einer Reihe von Abhandlungen (F. d. M. 44, 135 (JFM 44.0135.*)-137; 45, 211-215; 46, 149; 47, 81-82) hat \textit{R. Weitzenböck} die Grundlagen zu einer Invariantentheorie der Euklidischen Gruppe \(G\) in Ebene und Raum entwickelt, und in besonderen Fällen vollständige Komitantensysteme von Kurven und Flächen aufgestellt. Für den Fall der Ebene läß\ t sich, wie hier gezeigt wird, eine wesentliche Vereinfachung erzielen, wenn man sich der homogenen Minimalkoordinaten bedient. Sind \(x_1,x_2,x_3\) diese für einen Punkt, und \(\xi_1,\xi_2,\xi_3\) die für eine Gerade, so hat man für die Gruppe \(G\) die Darstellung: \[ \begin{matrix} (\text{1a})\quad x_1&=\lambda_1 x_1'+\mu_1 x_3',\;x_2&=\lambda_2 x_2'+\mu_2x_3',\;x_3&=x_3',\\ (\text{1b})\quad x_1&=\lambda_1 x_2'+\mu_1 x_3',\;x_2&=\lambda_2 x_1'+\mu_2x_3',\;x_3&=x_3',\end{matrix} \] oder auch: \[ \begin{matrix} (\text{2a})\quad \xi_1&=\frac{\xi_1'}{\lambda_1},\;\xi_2&=\frac{\xi_2'}{\lambda_2},\;\xi_3&=-\frac{\mu_1}{\lambda_1} \xi_1' - \frac{\mu_2}{\lambda_2} \xi_2' +\xi_3',\\ (\text{2b})\quad \xi_1&=\frac{\xi_2'}{\lambda_1},\;\xi_2&=\frac{\xi_1'}{\lambda_2},\;\xi_3&=-\frac{\mu_2}{\lambda_1} \xi_1' - \frac{\mu_1}{\lambda_2} \xi_2' +\xi_3'.\end{matrix} \] Hier liefern (1a) und (2a) die direkte Gruppe, die sich in einfacher Weise aus Schiebungen \(T\), Drehungen \(R\), auch Ähnlichkeitstransformationen \(A\) erzeugen läßt. Zunächst werden für eine Reihe von ternären Urformen Invarianten gegenüber den \(R\) und \(A\) aufgestellt; diese gestatten zu entscheiden, ob ein vorgelegter Ausdruck eine solche Invariante ist, oder nicht. Damit läß\ t sich die Theorie der Euklidischen Invarianten zurückführen auf die der Schiebungsinvarianten. Für die direkte Gruppe \(G\) werden so zwei fundamentale Systeme von Komitanten einer Reihe von Urformen bestimmt, durch die sich alle übrigen rational darstellen lassen. Eines der beiden Systeme führt zu einer Reihe absoluter Invarianten, mittels deren sich die Äquivalenz bzw. Nichtäquivalenz zweier ternären Formen entscheiden läßt. Hiervon werden Anwendungen gemacht auf die Klassifikation von Kurven gegebener Ordnung oder Klasse. Ein wesentliches Hilfsmittel der Untersuchung bilden die linearen partiellen Differentialgleichungen für die ternären Invarianten. Von den sechs Gleichungen für eine allgemeine projektive Invariante werden für die Euklidischen vier herangezogen. Dabei genügt es, an Stelle irgendeiner Komitante deren Leitglied in Betracht zu ziehen. Eine spezielle Anwendung wird gemacht auf die Ermittelung eines vollständigen Euklidischen Komitantensystems für einen Kegelschnitt.
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