Über die Struktur der Fraunhoferschen Linien und die quantitative Spektralanalyse der Sonnenatmosphäre. (Q1444166)

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scientific article; zbMATH DE number 2580313
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    Über die Struktur der Fraunhoferschen Linien und die quantitative Spektralanalyse der Sonnenatmosphäre.
    scientific article; zbMATH DE number 2580313

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      Über die Struktur der Fraunhoferschen Linien und die quantitative Spektralanalyse der Sonnenatmosphäre. (English)
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      1928
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      Fortsetzung einer früheren Arbeit (Z. f. Physik 44 (1927), 793-809), in der nachgewiesen wurde, daß\ die Breite der \textit{Fraunhofer}schen Linien im Sonnenspektrum durch Strahlungsdämpfung verursacht wird. Die \textit{Schwarzschild}schen Differentialgleichungen für das Strahlungsgleichgewicht in der Chromosphäre werden nach dem Verfahren von \textit{Milne} exakt integriert. Dies führt zu einem Ausdruck für die Intensität der aus der Chromosphäre austretenden Strahlung als Funktion des Austrittswinkels, der optischen Dicke der Chromosphäre und der Helligkeitsverteilung der auftreffenden Photosphärenstrahlung. Dabei steht die optische Dicke für eine bestimmte Wellenlänge in Zusammenhang mit der Häufigkeit der die Linie erzeugenden Atome in der Chromosphäre sowie mit der Oszillatorenstärke der Linie. Um die Theorie zu prüfen, wurden mit den Apparaten des \textit{Einstein}turms die Resonanzlinien einiger Elemente und die \textit{Balmer}linien in der Mitte der Sonnenscheibe und nahe dem Bande ausgemessen. Der Intensitätsabfall in einer Linie wird durch die Theorie gut wiedergegeben. Aus der Breite einer Linie ergibt sich die Häufigkeit der betreffenden Atome, und aus dem Verhältnis von ionisierten zu nicht ionisierten Atomen eines Elements folgt unter Anwendung der \textit{Saha}schen Ionisationsformel der mittlere Partialdruck der freien Elektronen in der Chromosphäre (\(\sim 10^{-6}\) Atm.) und die Gesamthäufigkeit der Elemente (in Übereinstimmung mit den Zahlen von \textit{Payne}). Die Form der Wasserstofflinien der \textit{Balmer}serie wird durch die Theorie nicht wiedergegeben; die höheren Serienlinien erleiden eine merkliche Druckverbreiterung.
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