Untergang der abendländischen Wissenschaft? (Q1444484)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Untergang der abendländischen Wissenschaft? |
scientific article; zbMATH DE number 2580699
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Untergang der abendländischen Wissenschaft? |
scientific article; zbMATH DE number 2580699 |
Statements
Untergang der abendländischen Wissenschaft? (English)
0 references
1927
0 references
Dietrich Mahnke nimmt hier kritisch Stellung zu einem Werke von Hugo Dingler, das betitelt ist: ``Der Zusammenbruch der Wissenschaft und der Primat der Philosophie''. Zwischen den Auffassungen Dinglers und Mahnkes besteht ein tiefgehender und höchst bedeutsamer Gegensatz. Der Grundgedanke des Werkes von Dingler geht dahin, daß die heutige Wissenschaft, insbesondere die moderne Physik, vor einem Zusammenbruche steht, indem die Tendenz, alles in Zweifel zu ziehen, immer stärker hervortritt. Doch soll es eine Möglichkeit geben, die Wissenschaft wirklich und endgültig zu sichern; diese Möglichkeit bietet die ``reine Synthese'', eine Methode, welche im wesentlichen mit dem Verfahren identisch ist, das von den klassischen Begründern der modernen exakten Naturwissenschaft geübt wurde. Dagegen liegt nach der Auffassung, welche Mahnke vertritt, kein Grund vor, von einem Zusammenbruch der modernen exakten Naturwissenschaft zu sprechen. Zwar gilt auch ihm die Methode, welche Galilei geübt hat, als die richtige; aber er gibt nicht zu, daß die moderne Naturwissenschaft dieser Methode untreu geworden sei. Er behauptet sogar, daß in Tat und Wahrheit Dingler sich viel weiter als die von ihm bekämpften modernen Physiker von der Galilei-Newtonschen Methode entfernt. Die Ausführungen Mahnkes sind getragen von einem feinsinnigen Verständnis für das, was man die Entwicklung der Wissenschaft nennen kann. Er erkennt, daß neue Beobachtungen immer wieder neue Theorien entstehen lassen, daß aber derartige Wandlungen nicht zum Untergang der Wissenschaften führen.
0 references