Die Stabilität eines Rahmenstabes. (Q1446468)

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scientific article; zbMATH DE number 2583892
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    Die Stabilität eines Rahmenstabes.
    scientific article; zbMATH DE number 2583892

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      Die Stabilität eines Rahmenstabes. (English)
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      1927
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      Das Problem der Knickung eines Rahmenstabes --- bei gleichartigen Gurten und gleichmäßiger Felderteilung --- wird nach dem Vorgange von \textit{Engesser, Müller-Breslau} und \textit{L. Mann}, namentlich aber in neuerer Zeit von \textit{Grünings}, von \textit{v. Mises} mit \textit{I. Ratzendörfer} unter Rücksicht auf die folgenden, technisch wichtigen Umstände weitergeführt und vertieft: Die Nachgiebigkeit der Querverbindungen, verursacht durch ihre verschiedene Art, durch das Gleiten (Winkelverschiebung infolge von Schubspannungen), Nachgeben der Nietanschlüsse und endlich durch das unelastische Verhalten des Gurtmaterials. Um den statischen Ansatz für das verbogene System zu finden, werden die Querverbindungen in ihrer Mitte aufgeschnitten und die entsprechenden Schnittkräfte als ``überzählige'' eingeführt. Die Knickbedingung kann a Stelle der verschwindenden Determinante eines Systems von \(n\) bzw. \(n-1\) homogenen Gleichungen in den ``überzähligen'' \(S\) in Form einer Differenzengleichung 4. Ordnung mit zwei Randbedingungen ausgedrückt werden, in welcher als Unbekannte die aus den überzähligen Schnittkräften \(S_i\) gebildete Summe \[ {\mathfrak S}_{\xi-\frac12}=\sum_{i=\xi}^{\tfrac n2}S_i\quad\text{bzw.}\quad \sum_{i=\xi}^{\tfrac {n-1}2}S_i. \] bei gerader, bzw. ungerader Felderzahl \(n\) erscheint. Die variablen Koeffizienten dieser Differenzengleichung werden im Falle gleichartiger Querverbindung konstant. Die Bedingung für die kleinste Knicklast \[ P_K=2\overline{E}IK^2 \] geht im Sonderfall starrer Querverbindung und Unnachgiebigkeit ihrer Anschlüsse über in die Form \[ \frac{\cos\dfrac{\pi}n-\cos Kl}{1-\cos\dfrac{\pi}n}= \frac{Fh^2}{4I}\,\mu\,\frac{\sin Kl}{Kl}; \] darin ist \(l\) die Feldweite, \(F\) der Gurtquerschnitt, \(I\) sein Schwerpunktsträgheitsmoment und der Zahlenfaktor \[ \mu=\frac 2{\overline{E}\eta}\quad\text{mit}\quad \overline{E}=\frac{E_1J_I+E_2J_A}I\quad\text{und}\quad \eta=\frac1{E_1}+\frac1{E_2}, \] wobei \(E_1\), \(J_I\) bzw. \(E_2\), \(J_A\), die aus dem Modul und Trägheitsmoment des Querschnitts der inneren gedrückten, bzw. äußeren gezogenen Zone zusammengesetzten Biegungssteifigkeiten bedeuten. Sie wird für den elastischen Bereich \(\overline{E} = E\) und \(\mu=1\) mit der von \textit{Mises} abgeleiteten Rahmenknickformel identisch. Vermittels der aus den unvermeidlichen Angriffexzentrizitäten der knickenden Endkräfte folgenden Biegungspfeile der Gurtteile in jedem Felde wird ein Verfahren zur Berechnung der Schnittbeanspruchung in den Querverbindungen abgeleitet. Die Grenzfälle vollkommener Widerstandslosigkeit gegen achsiale Längenänderungen der Gurte und unbegrenzt starker Widerstandsfähigkeit bei endlicher Biegungssteifigkeit werden für Stäbe mit den niedersten Felderzahlen \(n = 1\) bis 4 erörtert und schließlich zwei Zahlenbeispiele durchgerechnet, wovon das eine sich auf einen bei dem im Jahre 1912 eingestürzten Hamburger Gasbehälter verwendeten Rahmenträger, das zweite auf Pariser Versuche an Stäben mit unelastischer Knickung bei starker Nachgiebigkeit der Querverbindungen bezieht.
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