Sur les substitutions fonctionnelles linéaires à coefficients positifs. (Q1447516)

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scientific article; zbMATH DE number 2582135
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    Sur les substitutions fonctionnelles linéaires à coefficients positifs.
    scientific article; zbMATH DE number 2582135

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      Sur les substitutions fonctionnelles linéaires à coefficients positifs. (English)
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      1927
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      Die Arbeit kleidet Ergebnisse der Potentialtheorie in die Sprache der Funktionalanalysis und zieht hieraus für diese letztere gewisse Lehren. Eine der fruchtbarsten Methoden der Funktionalanalysis, Ergebnisse aus endlich viel dimensionalen Räumen auf unendlich viele Dimensionen zu übertragen, ist an sich nicht streng, sie bedarf jeweils einer besonderen Verifikation, die meist von gewissen Einschränkungen abhängt (z. B. gleichgradige Stetigkeit, um die Existenz einer Häufungsfunktion in Analogie zum Weierstraß-Bolzanoschen Satz zu sichern). Dies rührt in erster Linie daher, daß bei endlich vielen Dimensionen die Koordinaten voneinander völlig unabhängig sind, während man in unendlich vielen Dimensionen die Koordinatenrichtungen nicht völlig willkürlich vertauschen kann und stets gewisse topologische Zusammenhänge postulieren muß, wenn man brauchbare Sätze erhalten will. So bedeutet z. B. Stetigkeit einer Funktion einen gewissen Zusammenhang zwischen den Koordinaten, d. h. den Funktionswerten, des Punktes im unendlich viel dimensionalen Raum, der die Funktion repräsentiert. Ein weiterer Gesichtspunkt wird durch folgende Überlegung geliefert: In dem Räume der Funktionen \(f\) von drei Variablen betrachten wir eine lineare Substitution mit positiven Koeffizienten (im Sinne der Funktionalanalysis), z. B. die räumliche Mittelwertbildung \[ f_1(P) = \frac{3}{4\pi \varrho^3} \iiint\limits_{\sigma_P}f(M)\, d\tau_M, \] wo \(\sigma_P\) die größte Kugel (vom Radius \(\varrho\)) um \(P\) ist, die in dem Definitionsgebiet \(\varOmega\) von \(f\) Platz hat. Ist \(f\) positiv, so gilt für \(f_1\) das gleiche, d. h. der Raumteil \(\omega\), wo alle Koordinaten positiv sind, wird in einen Teilraum \(\omega_i\) von sich transformiert. Dieselbe Substitution führt \(\omega_1\) in einen Teilraum \(\omega_2\) über usw. Die \(\omega_1\) streben gegen einen Raumteil \(\omega_\infty\). Betrachtet man eine Halbgerade, d. h. alle \(\lambda f\) (\(f\) fest, \(\lambda =\) reeller Parameter), so kann es sein, daß ihre Transformierten gegen eine Grenzlage streben; diese gehört dann zu \(\omega_\infty\) und stellt eine invariante Richtung für die Transformation dar. Für die obige Mittelwertbildung sind die harmonischen Funktionen die Invarianten. Es werde nun ein offenes Gebiet \(\varOmega\) zugrunde gelegt, das mit \(n\) kegel- oder zylinderförmigen Auswüchsen ins Unendliche reicht; in Betracht gezogen werden alle \(f\), die in \(\varOmega\) einschließlich des Randes \(\varSigma\) stetig sind und auf \(\varSigma\) verschwinden. Jede in \(\varOmega\) harmonische, auf \(\varSigma\) verschwindende Funktion, die in \(\varOmega\) positiv bleibt, gibt eine invariante Richtung der Mittelwertbildung an, die zu \(\omega_\infty\) gehört. Man kann hier über die Natur von \(\omega_\infty\) klaren Aufschluß gewinnen: Jede solche Invariante ist eine lineare Kombination mit positiven Koeffizienten von \(n\) Elementarfunktionen; \(\omega_\infty\) ist daher eine lineare Mannigfaltigkeit der Ordnung \(n\). Man sieht also, daß die allgemeine Theorie der linearen Substitutionen mit positiven Koeffizienten die Aufgabe lösen muß, die Beziehung zwischen der Ausdehnung von \(\omega_\infty\) bei Mittelwertbildungen und dem topologischen Charakter des Gebietes, auf das sich die Bildungen beziehen, herzustellen. Hierfür werden noch weitere Beispiele gegeben, die sich auf aus Würfeln aufgebaute Polyeder und die präharmonischen Funktionen (im Sinne von Le Roux) beziehen.
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