Kidenas, Hipparch und die Entdeckung der Präzession. (Q1448264)

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scientific article; zbMATH DE number 2584914
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    English
    Kidenas, Hipparch und die Entdeckung der Präzession.
    scientific article; zbMATH DE number 2584914

      Statements

      Kidenas, Hipparch und die Entdeckung der Präzession. (English)
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      1926
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      Nach einem Berichte des \textit{Ptolemäus} war es \textit{Hipparch} aufgefallen, daß das siderische Jahr länger als das tropische war. \textit{Hipparch} hatte daraus den Schluß gezogen, daß der Fixsternsphäre eine eigene Bewegung zukomme. Seit \textit{Kopernikus} nennt man diese die Präzession der Jahrespunkte, die aber erst von \textit{Huygens} und \textit{Newton} genauer begründet wurde. Vor \textit{Hipparch} ist uns kein griechischer Astronom bekannt, der die gleiche Beobachtung gemacht hatte; allerdings ist uns das ganze astronomische Schriftmaterial vor \textit{Ptolemäus} verlorengegangen. Andererseits war \textit{Hipparch} auch stark von babylonischer Astronomie abhängig, die in den letzten vier Jahrhunderten v. Chr. äußerst exakt arbeitete. Auf Grund eingehender Bearbeitungen astronomischer Texte dieser Zeit hatte \textit{Kugler} (1910) behauptet, daß die großen babylonischen Astronomen \textit{Naburianos} (um 500 v. Chr.) und \textit{Kidenas} (\textit{Kidinnu}, 1. Hälfte des vierten Jahrhunderts v. Chr.) die Ungleichheiten der beiden Jahresläufe noch nicht kannten, und sprach dem \textit{Hipparch} (Mitte des zweiten Jahrh. v. Chr.) die erste Entdeckung dieser wichtigen astronomischen Tatsache zu. Demgegenüber hatte \textit{P. Schnabel} (Berossos, 1923) die Priorität für \textit{Kidinnu} nachzuweisen versucht. Auf eine Entgegnung \textit{Kuglers} verteidigt \textit{Schnabel} seine Auffassung auf Grund genauester Überprüfung der vorliegenden Keilschrifttexte.
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