Neue Einblicke in die Entdeckungsgeschichte der höheren Analysis. (Q1448367)

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scientific article; zbMATH DE number 2584995
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    Neue Einblicke in die Entdeckungsgeschichte der höheren Analysis.
    scientific article; zbMATH DE number 2584995

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      Neue Einblicke in die Entdeckungsgeschichte der höheren Analysis. (English)
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      1926
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      Der Prioritätsstreit zwischen \textit{Newton} und \textit{Leibniz} war bereits soweit erledigt, daß die englischen Mathematiker die Selbständigkeit von \textit{Leibniz} in der Erfindung des so wichtigen Infinitesimalalgorithmus anerkennen mußten, da \textit{Leibniz} zur Zeit der Aufstellung seiner neuen Zeichen die Fluxionszeichen \textit{Newton}s bestimmt noch nicht kannte. Aber -- behält sich die englische Partei vor -den \textit{Inhalt} seiner höheren Analysis habe er nicht selbst erfunden, sondern von \textit{Is. Barrow, J. Gregory} u. a. entlehnt. Mit möglichster Genauigkeit hatte diese Behauptung \textit{Chield} 1916 zu belegen versucht, darauf hin \textit{D. E. Smith} in seiner Geschichte der Mathematik \textit{Leibniz} mit schärfsten Worten des Plagiates beschuldigt, ebenso noch \textit{Sullivan} 1925. Von vorn herein und an mehreren Stellen hatte \textit{Leibniz} versichert, daß er seine Anregungen \textit{Huygens} und \textit{Pascal} verdanke. Aus ungedruckten Handschriften des Nachlasses \textit{Leibniz}', aus Randbemerkungen in seinen Handexemplaren mathematischer Bücher u. a. -- Akten, die freilich \textit{Chield} nicht zur Verfügung gestanden hatten -- weist \textit{Mahnke} unwiderleglich nach, daß als Quellen für \textit{Leibniz} außer \textit{Huygens} und \textit{Pascal} höchstens noch \textit{Gregorius a St. Vincentio} und \textit{Fabri} in Frage kommen, \textit{Leibniz} also vollständig im Recht sei. Ja, es stellt sich bei diesen Untersuchungen \textit{Mahnke}s überraschend heraus, daß \textit{Leibniz} schon 1673 viel weiter in seinen Konzeptionen gekommen war, als man bisher allgemein wußte, daß er z. B. schon zur Aufstellung des sog. \textit{Taylor}schen Lehrsatzes gelangt war, \textit{Taylor} also umgekehrt gegen den Verdacht der Entlehnung, den schon \textit{Johann Bernoulli} ausgesprochen hatte, zu verteidigen ist. Der Prioritätsstreit zwischen \textit{Leibniz} und \textit{Newton} ist nunmehr endgültig zu Gunsten von \textit{Leibniz} zu schließen. Besprechung: A. Mieli, Archivio 7, 120-121.
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