Über Definitionsbereiche von Funktionen. (Q1450271)
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scientific article; zbMATH DE number 2586220
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über Definitionsbereiche von Funktionen. |
scientific article; zbMATH DE number 2586220 |
Statements
Über Definitionsbereiche von Funktionen. (English)
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1926
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Vorliegende Arbeit ist gewissermaßen eine Fortsetzung der in Math. Ann. 93 (1925), 244-257; 95 (1925), 453-472; 96 (1926), 451-488 erschienenen ``Zur Begründung der intuitionistischen Mathematik'' (F. d. M. 51, 164 (JFM 51.0164.*); 52, 193). Es wird zunächst der Satz bewiesen, daß jede volle (d. h. im ganzen Einheitskontinuum definierte Funktion) stetig ist (in dem Sinne, daß die Funktionswerte zu einer positiv konvergenten Folge negativ gegen den bisherigen Funktionswert konvergieren). Dieser Satz ist nicht so merkwürdig, wie es zuerst scheint. Existiert nämlich ein Unstetigkeitspunkt, so ist es leicht, durch eine freie Wahlfolge einen Argumentwert zu erzeugen, für den die Funktion nicht definiert ist, indem man sich die Freiheit vorbehält, bei der Erzeugung des Punktes auf die Unstetigkeitsstelle zuzusteuern oder nicht (will man nicht von freien Wahlfolgen Gebrauch machen, so braucht man sich nur auf ein ungelöstes Problem zu berufen). Tiefer liegt der Satz von der gleichmäßigen Stetigkeit jeder vollen Funktion. Er beruht auf einer Art \textit{Heine-Borel}schen Theorems: Ist jedem Element einer finiten Menge (jeweils endlich viele Verzweigungen) eine natürliche Zahl zugeordnet, so läßt sich eine natürliche Zahl \(z\) angeben, so daß bei allen Elementen bereits nach \(z\) Wahlakten das Zuordnungsergebnis festliegt. Anschaulicher läßt sich dieser Hauptsatz so formulieren: Stirbt jeder Zweig einer Familie nach endlich vielen Generationen aus, so ist nach endlich vielen Generationen die ganze Familie ausgestorben. Bewiesen wird der Satz, indem der ganze Stammbau nach dem Sukzessionsprinzip durchlaufen und so eine endliche Menge erzeugt wird. Aus diesem Satz folgt leicht die gleichmäßige Stetigkeit der vollen Funktion. Dieser Satz zieht die Notwendigkeit der Einführung ''pseudovoller'' Definitionsbereiche von Funktionen nach sich. Der Klärung dieses Begriffs dient der Rest der Arbeit. Von einem pseudovollen Definitionsbereich wird man, da in der klassischen Mathematik unstetige Funktionen hauptsächlich in der reellen Analysis untersucht werden, eine Inhaltseigenschaft fordern, und zwar nennt Verf. die beiden folgenden: 1. Der Definitionsbereich hat in jeder Maßbestimmung, in der er meßbar ist, den Inhalt Eins, und er ist in wenigstens einer meßbar. 2. Der Definitionsbereich hat in jeder Maßbestimmung den Inhalt Eins. Diese Inhaltseigenschaft reicht aber nicht aus, denn ihr genügen auch Bereiche, die auch vom klassischen Standpunkt nicht mit dem Einheitskontinuum zusammenfallen; man braucht noch eine Verschmelzungseigenschaft. Eine Reihe von Beispielen zeigen, daß die zweckmäßige Forderung die der Kongruenz (vgl. die erste der oben zitierten Arbeiten) mit dem Einheitskontinuum ist; die Beispiele zeigen ferner, daß man die gleichzeitige Forderung der Inhaltseigenschaft nicht entbehren kann, und daß man zweckmäßig die zweite der oben erwähnten Eigenschaften wählt.
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