Über automorphe Funktionen in bezug auf Gruppen, die in der Ebene uneigentlich diskontinuierlich sind. (Q1450737)
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scientific article; zbMATH DE number 2586728
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Über automorphe Funktionen in bezug auf Gruppen, die in der Ebene uneigentlich diskontinuierlich sind. |
scientific article; zbMATH DE number 2586728 |
Statements
Über automorphe Funktionen in bezug auf Gruppen, die in der Ebene uneigentlich diskontinuierlich sind. (English)
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1926
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Die \textit{Picard}sche Gruppe, die aus den Substitutionen \(z'=\dfrac{\alpha z+\beta}{\gamma z+\delta}\) mit ganzen Koeffizienten des \textit{Gauß}schen Zahlkörpers und der Determinante \(\alpha\delta-\beta\gamma=1\) besteht, ist bekanntlich in keinem Punkt der komplexen \(z\)-Ebene eigentlich diskontinuierlich; nach den Untersuchungen von \textit{Poincaré} läßt sie sich aber in den dreidimensionalen Raum hinein fortsetzen derart, daß diese Fortsetzung im oberen und im unteren Halbraum eigentlich diskontinuierlich wird. Verf. entwickelt eine Theorie der \textit{Picard}schen Gruppe in einer Quaternionenvariablen \(z=x_0+x_1i_1+x_2i_2+x_3i_3\) mit reellen Komponenten \(x_0\), \(x_1\), \(x_2\), \(x_3\); dem Koeffizientenschema \(\dbinom{\alpha\beta}{\gamma\delta}\) wird die Substitution \(z'=(\alpha z+\beta)(\gamma z+\delta)^{-1}\) zugeordnet, wobei allgemein die Quaternionen \(x_0+ x_1i_1=x_0+x_1i\) als komplexe Zahlen figurieren. Diese Substitutionen bilden eine der \textit{Picard}schen isomorphe Gruppe \(\mathfrak G\) und haben überdies die Eigenschaft, daß sie eine reduzierte Quaternion (d. h. eine solche mit \(x_3=0\)) wieder in eine solche überführen. Dadurch wird eine Abbildung des dreidimensionalen Raumes \(R_3\) der Koordinaten \(x_0\), \(x_1\), \(x_2\) auf sich vermittelt, und es zeigt sich, daß diese gerade mit der oben erwähnten \textit{Poincaré}schen Abbildung identisch ist. Wenn man die Substitutionen von \(\mathfrak G\) mit einer geeigneten Substitution, deren Koeffizienten Quaternionen sind, transformiert, so ergibt sich aus \(\mathfrak G\) eine Gruppe \(\mathfrak G'\), welche im \(R_4\) der Koordinaten \(x_0\), \(x_1\), \(x_2\), \(x_3\) die Einheitshyperkugel, ihr Äußeres und ihr Inneres je in sich überführt; auch \(\mathfrak G'\) vermittelt wieder eine Abbildung des \(R_3\) auf sich, ist also das richtige Analogon einer Grenzkreisgruppe für den \(R_3\). Verf. betrachtet nun die Reihen \[ \varphi_k(z)=\sum\frac 1{n(\gamma z+\delta)^k}, \] wo über alle Paare \(\gamma\), \(\delta\) summiert wird, welche als zweite Zeilen in den Koeffizientenschemata von \(\mathfrak G'\) figurieren; dabei ist allgemein \[ n(z)=z\overline{z}=(x_0+x_1i_1+x_2i_2+x_3i_3) (x_0-x_1i_1-x_2i_2-x_3i_3), \] \(k\) ganz, und \(z\) im Innern der Einheitskugel des \(R_3\) gelegen. Der Konvergenzbeweis aus der Theorie der \textit{Poincaré}schen Thetafunktionen läßt sich nun auf den vorliegenden Fall übertragen und liefert die Aussage, daß die Reihen \(\varphi_k (z)\) für jedes \(k\geqq 3\) in jedem abgeschlossenen Raumstück im Innern der Einheitskugel gleichmäßig absolut konvergieren. Desgleichen tun die Reihen \[ f_k(z)=\sum\frac{\left((\alpha z+\beta)(\gamma z+\delta)^{-1}\right)^{-1}} {n(\gamma z+\delta)^k}, \] wenn man die ``Pole'' des Zählers vermeidet. Ferner gilt \[ \left. \begin{matrix} \varphi_k\left((\alpha z+\beta)(\gamma z+\delta)^{-1}\right)= n(\gamma z+\delta)^k\varphi_k(z)\\ f_k\left((\alpha z+\beta)(\gamma z+\delta)^{-1}\right)= n(\gamma z+\delta)^k f_k(z) \end{matrix} \right\} \;\text{für} \;\dbinom{\alpha\beta}{\gamma\delta} \;\text{in} \;\mathfrak G'. \] Daher und wegen des Nichtverschwindens von \(\varphi_k(z)\) ist \[ F_k=f_k\varphi_k^{-1}=\varphi_k^{-1}f_k \] eine automorphe, d. h. bei \(\mathfrak G'\) invariante Funktion, die nicht konstant ist, da sie bei Annäherung an die zum Nullpunkt nach \(\mathfrak G'\) ähnlichen Punkte, die oben erwähnten ``Pole'', über alle Grenzen wächst.
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