Report on topics in the theory of divergent series. (Q1461631)

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scientific article; zbMATH DE number 2600950
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    Report on topics in the theory of divergent series.
    scientific article; zbMATH DE number 2600950

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      Report on topics in the theory of divergent series. (English)
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      1922
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      Nachdem in Bd. 25 desselben Bulletin von W. B. Ford, R D. Carmichael und C. N. Moore schon Berichte über die Theorie der divergenten Reihen gegeben worden sind, begnügt sich der Verf. des vorliegenden Berichtes, der sofort in medias res geht, mit der Behandlung besonderer Seiten der Theorie und lenkt in gedrängter, sehr inhaltreicher Übersicht die Aufmerksamkeit auf die neuesten Forschungen. Dem Typus nach unterscheidet er Transformationen von Folgen in Folgen und solche von Folgen in Funktionen: Aus (\(x_n\)) wird (I) \( \quad y_n =\sum _{k=1}^n a_{nk}x_k\quad\) {bzw.}\ \ \ \ \ (II) \( \quad y(t) =\sum _{k=1}^\infty a_k(t)x_k\) \noindent hergeleitet. Es wird der lineare Charakter beider hervorgehoben und die Bedingungen der Regularität genannt. \S \,3 nennt die wichtigsten Verfahren, die bisher genauer untersucht worden sind, nämlich diejenigen von Hölder (\(H_r\)), Cesàro (\(C_r\)), Abel (\(A\)) -- dieses Verfahren wird als das Eulersche Potenzreihenverfahren bezeichnet --, Borel (\(B\), bezw. \(B_r\), wenn es in der Modifikation von G. Sannia, s. JFM 46.0329.02, angewendet wird), Le Roy und M. Riesz. Daneben endlich noch ein vom Verf. als Exponentialverfahren bezeichnetes Verfahren (\(E_r\)), das sich für ganze \(r\) mit der Eulerschen Reihentransfor\-mation und ihrer iterierten Anwendung als identisch erweist und welches aus dieser Quelle her vom Ref. näher untersucht und als Eulersches Summierungs\-verfahren bezeichnet worden ist (s. Math. Zeitschr. 15 und 18). \S \,4 behandelt die Fragen der Äquivalenz und allgemeiner des gegenseitigen Verhältnisses der Wirkungsfelder der Verfahren; \S \,5 ihre Verträglichkeit (mutual consistency), d. h. die Frage, ob zwei Verfahren, die ein und dieselbe Folge limitieren, ihr auch denselben Wert zuerteilen. Diese Fragen sind noch nicht befriedigend geklärt. Doch weiß man: Zwei Verfahren A und B vom Typus I sind mit einander verträglich, wenn zwei Matrizen \(C\) und \(D\) so existieren, daß \(CA=DB\) ist, -- insbesondere also, wenn sie vertauschbar sind. Dies Kriterium läßt sich auch für den Typus II nutzbar machen. \S \,6 spricht von der \textit{totalen} Regularität, d. h. von der Eigenschaft einer Transformation, nicht nur jede konvergente, sondern auch jede bestimmt divergente Folge zu unverändertem Grenzwert zu limitieren. Nahe damit verbunden ist die Frage, welche Transformationen das Intervall zwischen den Häufungsgrenzen einer Folge nicht vergrößern. Beide Fragen sind noch nicht hinreichend geklärt. \S \,7 geht auf die gleichfalls nur unvollkommen erledigte Frage ein, ob ein Verfahren eine ``Indexverschiebung'' an der Folge zuläßt, d. h. ob es mit (\(x_n\)) auch die Folgen (\(x_{n+1}\)) und (\(x_{n-1}\)) zu unverändertem Werte zu limitieren vermag. \S \,8 erwähnt einige notwendige Summierungsbedingungen, und \S \,9 nennt einige Sätze über die Summierbarkeit des Produktes zweier Reihen. In \S \,10 und 11 werden noch einige andere Verallgemeinerungen, insbesondere die von Silverman und Kojima, sowie die Ausdehnung dieser Untersuchungen auf Doppelfolgen angedeutet, welch letztere von C. N. Moore, Robison (und neuerdings von Kojima, 1922) durchgeführt worden sind. Auch die von Kojima, Fraleigh, I. Schur behandelten Fragen, wann eine Transformation jede konvergente oder jede beschränkte Folge in eine konvergente Folge (ohne Rücksicht auf den Grenzwert) überführt, sowie die hauptsächlich von Hardy und Littlewood bearbeiteten Fragen, wann aus der Summierbarkeit rückwärts die Konvergenz der Reihe folge, werden kurz berührt. Zum Schluß gibt Verf. der Überzeugung Ausdruck, daß die Frage der gegenseitigen Verträglichkeit (\S \,5) diejenige wäre, deren Klärung z. Z. am wichtigsten sei.
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