Relative Minimalflächen. (Q1464487)
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scientific article; zbMATH DE number 2602911
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Relative Minimalflächen. |
scientific article; zbMATH DE number 2602911 |
Statements
Relative Minimalflächen. (English)
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1921
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Eine große Anzahl flächentheoretischer Begriffe, Normale, Zentralfläche, Krümmungslinien, geodätische Linien u. a. lassen sich mittelst der Mannigfaltigkeit der \(\infty^4\) Kugeln des Raumes definieren. Ersetzt man die Kugeln durch andere Mannigfaltigkeiten \(M_4\) von \(\infty^4\) Flächen, so werden die genannten Begriffe sich verallgemeinern lassen, und einer solchen \(M_4\) entspricht eine ``relative Flächentheorie'', die mit der gewöhnlichen zusammenfällt, wenn man die \(M_4\) als Kugelmannigfaltigkeit wählt. Dieser Gedanke wird insbesondere für den Fall durchgeführt, daß die \(M_4\) aus der Gesamtheit aller Flächen besteht, die aus einer gegebenen ``Eichfläche'' \(\mu_0\) durch Schiebung und Streckung (zentrische Ähnlichkeit) entstehen. Ist mit \(\mu_0\) ein Punkt \(m_0\) verbunden, so bezeichnet man eine Ebene \(E\) als \(\mu\)-normal zu dem Strahl, der \(m_0\) mit Berührungspunkten einer zu \(E\) parallelen Berührungsebene an die Fläche \(\mu_0\) verbindet. In dieser Ebene heißen zwei Richtungen \(\mu\)-normal, wenn sie zu konjugierten Richtungen auf \(\mu_0\) parallel sind; die Doppelstrahlen der Involution \(\mu\)-normaler Strahlen heißen \(\mu\)-Minimalstrahlen der Ebene. Eine auf einer Fläche \(F\) verlaufende Kurve, deren Tangenten \(\mu\)-Minimalstrahlen sind, wird eine \(\mu\)-Minimalkurve der Fläche genannt. Ist das Netz der \(\mu\)-Minimalkurven konjugiert, so erhält man eine \(\mu\)-Minimalfläche \(\varPhi\). Die Fläcnen \(\mu_0\) und \(\varPhi\) stehen dann in der Beziehung zweier assoziierter Flächen, bei denen die Asymptotenlinien der einen Fläche einem konjugierten Netz der anderen Fläche parallel zugeordnet ist. \(\mu\)-Krümmungslinien sind solche konjugierten Netze einer Fläche, die zugleich \(\mu\)-normal sind; die \(\mu\)-Normalen einer Fläche längs einer solchen \(\mu\)-Krümmungslinie bilden eine Torse. Für eine \(\mu\)-Minimalfläche ist die \(\mu\)-Normalenkongruenz eine Ribaucoursche, d. h. eine Strahlenkongruenz, bei der die Mittelfläche von den abwickelbaren Flächen der Kongruenz in einem konjugierten Netz geschnitten wird. Diese allgemeinen Ergebnisse, die manche älteren Untersuchungen in neuem Lichte erscheinen lassen, werden sodann für den Fall angewandt, daß \(\mu_0\) eine Wendelfläche oder ein Rotationsparaboloid ist. Am Schluß der kurzen, aber an neuen Gesichtspunkten reichen Arbeit werden die rechnerischen Grundlagen der \(\mu\)-Flächentheorie zusammengestellt.
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