Über die außergewöhnlichen Punkte der Raumkurven und die Doppellinie der Tangentenflächen. (Q1469403)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2613293
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Über die außergewöhnlichen Punkte der Raumkurven und die Doppellinie der Tangentenflächen.
    scientific article; zbMATH DE number 2613293

      Statements

      Über die außergewöhnlichen Punkte der Raumkurven und die Doppellinie der Tangentenflächen. (English)
      0 references
      0 references
      1918
      0 references
      Hauptgegenstand der Untersuchung ist die Frage nach der Anzahl der reellen Zweige der Doppellinien der Tangentenfläche einer Raumkurve, die von einem ``außergewöhnlichen'' Punkte (vom Verf. als Wechselpunkt bezeichnet) ausgehen. Zur näheren Bezeichnung für die sieben verschiedenen Arten von Wechselpunkten werden folgende Ausdrücke eingeführt: Henkel, Gleichwende, Gleichdorn; Gegenwende, Gegendorn, Gegenschnabel; Gleichschnabel. Die Worte `Dorn' und `Schnabel' werden verwendet, wenn die Projektion auf die Schmiegungsebene eine Spitze hat, und zwar je nachdem die beiden Zweige der Projektion der Kurve auf die Schmiegungsebene auf verschiedenen bzw. gleichen Seiten der Tangente liegen. Das Wort `Wende' wird gebraucht, wenn die Projektion auf die Schmiegungsebene einen Wendepunkt hat, und das Wort `Henkel' wird für den noch übrigbleibenden Fall benutzt. Die Vorsilben `gegen' und `gleich' werden verwendet, je nachdem die beiden Zweige zu entgegengesetzten bzw. gleichen Seiten der Schmiegungsebene liegen. Bei den ersten drei Gattungen von Wechselpunkten ergibt sich bloß durch Stetigkeitsbetrachtung in eindeutiger Weise die Anzahl der Zweige der Doppellinien des Torsus. Bei den drei folgenden Arten von Wechselpunkten werden zunächst noch mit der Art des betreffenden Wechselpunktes verträgliche Symmetrieannahmen gemacht, und für solche symmetrische Gegenwenden, Gegendörner und Gegenschnäbel ergeben sich wieder aus Stetigkeitsbetrachtungen eindeutige Resultate. Voraussetzungen über den analytischen Charakter der Kurve (Entwickelbarkeit nach dem \textit{Taylor}schen Lehrsatz bis zu einer gewissen, noch näher bestimmten Ordnung) führen hier zu denselben Ergebnissen wie die Voraussetzungen über die Symmetrie. Dagegen weist der Verf. bei nichtanalytischen Wechselpunkten an Beispielen, bei denen die Kurven aus zwei analytischen Zweigen in entsprechender Weise zusammengesetzt werden, noch andere Möglichkeiten nach. Bei den vier zuletzt genannten Arten von Wechselpunkten kann auch der Fall eintreten, daß ein Zweig auf dem Torsus des andern liegt. Eine besondere Schwierigkeit bereitet die analytische Untersuchung der Gleichschnäbel, die auf die Untersuchung der Anzahl der reellen Zweige einer gewissen ebenen Kurve in der Nähe einer Singularität zurückgeführt wird. Auch das Verhalten eines nichtanalytischen Gleichschnabels wird an einem Beispiel erläutert. Ferner werden im Anschluß an Abhandlungen von \textit{Kneser} (Math. Ann. 31, 507 und 34, 204) für die Umgebung eines Wechselpunktes die Frage nach der Höchstzahl der reellen Schnittpunkte einer Ebene mit der Raumkurve und ferner die Höchstzahl der reellen getrennten Schmiegungsebenen von einem nicht auf der Kurve in der Umgebung des Wechselpunktes liegenden Punkt aus untersucht.
      0 references

      Identifiers