On non-absolutely convergent, not necessarily continuous integrals. (Q1470652)

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scientific article; zbMATH DE number 2610849
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    English
    On non-absolutely convergent, not necessarily continuous integrals.
    scientific article; zbMATH DE number 2610849

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      On non-absolutely convergent, not necessarily continuous integrals. (English)
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      1917
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      In dieser ausführlichen Arbeit handelt es sich um gewisse Verallgemeinerungen des \textit{Lebesgue}schen Integrals für den Fall, daß\ die gegebene Funktion \(f(x)\) im Intervall \((a,b)\) eine endliche oder unendliche (abgeschlossene) Menge \(H\) von \textit{Harnack}-Punkten, d. h. solchen Punkten besitzt, die man in kein Teilintervall von \((a,b)\) einschließen kann, wo die Funktion \(f(x)\) im \textit{Lebesgue}schen Sinne integrabel wäre. Besteht \(H\) aus endlich vielen Punkten, so definiert man dies allgemeinere `\(Y\)-Integral'' durch eine Sunme von Grenzwerten von der Form \[ (1)\quad\lim \int_{a_n'}^{b_n'} f(x)dx\;(a_n<a_n'<b_n'<b_n), \] wobei \(a_n\) und \(b_n\) zwei benachbarte \(H\)-Punkte, \((a_n',b_n')\) ein Teilintervall von \((a_n,b_n)\) bezeichnet, dessen Endpunkte gegen die von \((a_n,b_n)\) konvergieren. Im allgemeineren Falle, wo \(H'\) nicht leer ist, aber nur aus endlich vielen Punkten besteht, setzt man einen ähnlichen Grenzwert \[ (2)\quad \lim* \int_{a_n'}^{b_n'} f(x)dx\;(a_n<a_n'<b_n'<b_n) \] an, wo \(a_n\) und \(b_n\) zwei benachbarte \(H'\)-Punkte bezeichnet und \(\lim\) bedeutet, daß\ die Existenz des Grenzwertes nur bei der speziellen Art der Annäherung verlangt wird, bei welcher \(a_n'\) bzw. \(b_n'\) die \(H\)-Punkte in \((a_n,b_n)\) durchlaufen. Ein ähnliches Reduktionsprinzip, verbunden mit der bekannten \textit{Cantor}schen Induktion gestattet nunmehr die Definition des \(Y\)- Integrals auf Funktionen, deren \(H\)-Punkte eine abzählbare Menge bilden, auszudehnen. Im allgemeinsten Falle, wo \(H\) eine beliebige abgeschlossene Menge ist, zerspaltet man \(H\) in einen perfekten Kern \(H_N\) und eine abzählbare Menge von Intervallen \((a_n,b_n)\), deren jedes bloß\ abzählbar eine Definition des \(Y\)-Integrals bereits angegeben worden ist. Das \(Y\)-Integral wird nun definiert durch \[ (3)\quad \int_{H_N} f(x)dx+\sum_{n=1}^\infty \int_{a_n}^{b_n} f(x)dx, \] wobei natürlich angenommen wird, daß\ sämtliche hier auftretenden Integrale (das erste ein \textit{Lebesgue}sches, die anderen \(Y\)-Integrale) existieren, daß\ ferner die unendliche Reihe im zweiten Glied absolut konvergiert. Eine weitere Analyse wird eingeleitet, indem die (abgeschlossene) Teilmenge \(H_{N-S}\) von \(H_N\) betrachtet wird, derenPunkte man in kein Intervall einschließen kann, so daß\ \(f(x)\) an der Teilmenge von \(H_N\) in diesem Intervall \((L)\) integrabel sei. Den Übergang von \(H_N\) auf diese Teilmenge nennt der Verf. den ``Prozeß\ der Nichtsummabilität''; dieser ist ein ganz ähnlicher Übergang wie derjenige vom Intervall \((a,b)\) auf die \textit{Harnack}sche Menge \(H\). Auf diese Menge \(H_{N-S}\) wird dann ein ähnliches Reduktionsverfahren wie oben angewendet, wodurch man schließlich auf eine perfekte Menge \(H{N(N-S)}\) geführt wird. Andererseits kann man die Bedingung der absoluten Konvergenz in (3) aufheben bzw. diejenige Teilmenge von kein Intervall mit \(H_N\)-Punkten als Endpunkten einschließen kann, wo die entsprechende auf die obige Weise definierte unendliche Reihe (3) absolut konvergieren hätte. Man erhält auf diese Weise eine Definition des \(Y\)-Integrals, die für eine recht allgemeine Klasse von Funktionen anwendbar ist. Bei diesen Verallgemeinerungen stehen vier Sätze in dem Vordergrund, die der Verf. schon früher in anderen Zusammenhängen betrachtet hat: a) Existenz von \(\int f(x)g(x)dx\) für monotone \(g(x)\), b) die Gültigkeit der Produktintegration, c) das unbestimmte Integral \(F(x)\) nimmt jeden Wert zwischen seiner oberen und unteren Grenze an und ist von rechts oder links stetig, d) die Gültigkeit des zweiten Mittelwertsatzes; es wird nachgewiesen, daß\ diese Sätze für die \(Y\)-Integrale gültig sind. Weiter werden für die Stetigkeit von \(F(x)\) verschiedene Bedingungen gegeben, wobei insbesondere die Frage eine Rolle spielt, ob bei dem Grenzübergang (2) bzw. bei den späteren analogen Grenzübergängen die ``Sternbedingung'' weggelassen werden darf oder nicht. An diesem Punkt berührt der Verf. einige Fragen, die bezüglich der unendlichen Reihe \(\sum W_n\) von \textit{Denjoy} und \textit{E. H. Moore} gestellt worden sind, wobei \(W_n\) das absolute Maximum von \(\int_{a_n}^x f(x)dx\) bezeichnet, wenn \(x\) das Intervall \((a_n,b_n)\) (ein ``black interval'' von \(H_N\)) durchläuft. Zum Schluß\ wird die additive untersucht (die nicht immer gilt), und insbesondere zu der Stetigkeit von \(F(x)\) in Beziehung gebracht. Auch der Zusammenhang mit den trigonometrischen Reihen, ferner mit verschiedenen Integralgrenzwertsätzen wird kurz berührt.
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