Über einige Extremalprobleme im Gebiete der konformen Abbildung. (Q1471007)
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scientific article; zbMATH DE number 2611275
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über einige Extremalprobleme im Gebiete der konformen Abbildung. |
scientific article; zbMATH DE number 2611275 |
Statements
Über einige Extremalprobleme im Gebiete der konformen Abbildung. (English)
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1916
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Der Verf. stellt sich die Aufgabe, den Satz zu beweisen: Unter allen schlichten einfach zusammenhängenden Bereichen, die den Punkt \(\infty\) im Innern enthalten, und die auseinander hervorgehen durch konforme Abbildungen vermittelst Funkionen, die im Unendlichen die Entwicklung haben \(\varphi(z)=z+\alpha_0+\frac{\alpha_0}{z}+\cdots\), hat jeweils der von einer Strecke begrenzte Schlitzbereich die größte Breite. Breite = Maximaldistanz zweier Randpunkte.) Der Verf. zeigt zunächst, daß\ der Satz mit vielen anderen Extremalproblemen der konformen Abbildung innig zusammenhängt, insbesondere erweist er sich als äquivalent der \textit{Koebe}schen Vermutung: Bildet \(f(z)=z+a_1z^2+\cdots\) den Einheitsreis \(| z| <1\) schlicht ab, so kann die Randdistanz des Bildbereichs von \(z=0\) nicht unter die Grenze \(\delta=\frac 14\) (\textit{Koebe}s Verzerrungskonstante) herabsinken und erreicht diese nur bei den Schlitzabbildungen \(f(z)=\frac{z}{(1- \varepsilon z)^2} (| \varepsilon| =1)\). Auch die weitergehende \textit{Koebe}sche Vermutung, daß\ im Falle, wo \(f(z)\) noch der Bedingung \(| f(z)| <R(R>1)\) unterworfen ist, der kleinstmögliche Wert der Randdistanz bei Abbildungen auf Bereiche erreicht wird, die aus dem Kreis \(| z| <R\) durch Aufschlitzen desselben längs einer von der Peripherie ausgehenden zu ihr senkrechten passend langen Strecke entstehen, wird aus dem obigen Satz verschlossen. Dem Beweis wird die weitere äquivalente Aussage zugrunde gelegt: Bildet die Funktion \(\omega=f(z)=a_0z+a_1z^2+\cdots\) den Kreis \(| z| <1\) schlicht auf einen vom Einheitskreis verschiedenen Bereich, dem keine 2 Punkte angehören, die in der Beziehung \(ww_1=1\) zueinander stehen, so ist \(| a_0| <1\). Der Verf. versucht durch eine passende Hilfsabbildung \(\omega=f_1(w)(f_1(0)=0,| f'_1(0)| =1)\) eine neue Abbildung \(\omega=g(z)\) herzustellen mit demselbcn Abbildungsmodul für \(z=0\) und einem Bildbereich ganz im Innern des Einheitskreises. Doch befindet sich auf S. 165 ein Versehen (Vertauschung von \(\varepsilon^p\) und \(\varepsilon\)), wodurch der Beweis unrichtig wird. Das 2. Kapitel der Arbeit enthält eine rein geometrische Herleitung des von \textit{Hartogs, Landau} und \textit{Toeplitz} (vgl. Arch. der Math. u. Phys. (3) 11) auch für nicht schlicht abbildende Funktionen bewiesenen Satzes: Unter allen schlichten Bereichen, die aus dem Einheitskreis \(| z| <1\) durch konforme Abbildungen vermittelst Funktionen von der Gestalt \(f(z)=z+a_1z^2+\cdots\) hervorgehen, hat der Einheitskreis die kleinste Breite.
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