Untersuchungen über die Verzerrung bei konformen Abbildungen des Einheitskreises \(| z| <1\), die durch Funktionen mit nicht verschwindender Ableitung geliefert werden. (Q1471019)

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scientific article; zbMATH DE number 2611286
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    Untersuchungen über die Verzerrung bei konformen Abbildungen des Einheitskreises \(| z| <1\), die durch Funktionen mit nicht verschwindender Ableitung geliefert werden.
    scientific article; zbMATH DE number 2611286

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      Untersuchungen über die Verzerrung bei konformen Abbildungen des Einheitskreises \(| z| <1\), die durch Funktionen mit nicht verschwindender Ableitung geliefert werden. (English)
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      1917
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      Der \textit{Koebe}sche Verzerrungssatz ist eine Aussage über Funktionen \(w=f(z)\), die vom Einheitskreis \(| z| <1\) ein schlichtes, ganz im Endlichen gelegenes Abbild entwerfen. In der vorliegenden Arbeit wird die Forderung der Schlichtheit exsetzt durch die Bedingungen; daß\ der wieder ganz im Endlichen gelegene Bildbereich keinen Verzweigungspunkt im Innern hat und daß\ sein Rand eine gegebene ``absolute Gesamtdrehung'' \(K\) besitzt. Letztere wird zuerst für Bereiche definiert, die von einer stetig differentüerbaren \textit{Jordan}-Kurve begrenzt sind, durch \(K=\frac{1}{2\pi}\int| d\alpha| \), wo \(\alpha\) den Winkel der Tangente mit einer festen Geraden bedeutet, und sodann für allgemeine Bereiche durch passenden Grenzübergang. Als Analogon des Verzerrungssatzes ergibt sich die Formel: \[ \left| \frac{f'(z_1)}{f'(z_2)}\right| \leqq \left(\frac{1+\rho}{1-\rho}\right)^{2K}\;(| z_1|,| z_2| \leqq\rho<1). \] Die Schranke wird nur bei den Funktionen \[ f(z)=A\left(\frac{z+\zeta}{z-\zeta}\right)^K+B\;(A\neq 0,| \zeta| =1) \] erreicht. Zum Beweis der Ungleichung wird die \textit{Schwarz-Christoffel}sche Formel für Abbildungen auf polygonale Bereiche herangezogen, sowie der folgende Hilfssatz abgeleitet: Es sei \(\mathfrak B\) ein von einer endlichen Anzahl stetig differentiierbarer \textit{Jordan}-Kurven begrenzter Bereich, \(H\) eine daselbst erklärte mit Einschluß\ des Randes reguläre harmonische Funktion; dann ist dass Randintegral \(\int\text{sgn}H\frac{\partial H}{\partial n}\geqq 0\) und nur dann gleich Null, wenn \(H\) in \(\mathfrak B\) das Zeichen nicht wechselt (\(n\) bedeutet die nach außen gerichtete Normale, \(\text{sgn}H\) das Zeichen von \(H\).) Der Spezialfall der konvexen Bereiche \((K=1)\) wird durch ergänzende Sätze vervollständigt.
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