Die Reduktions- und Reziprozitätstheoreme bei den \textit{Riemann}schen Transzendenten. (Q1471129)

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scientific article; zbMATH DE number 2611410
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    Die Reduktions- und Reziprozitätstheoreme bei den \textit{Riemann}schen Transzendenten.
    scientific article; zbMATH DE number 2611410

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      Die Reduktions- und Reziprozitätstheoreme bei den \textit{Riemann}schen Transzendenten. (English)
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      1918
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      Anknüpfend an die Vorlesung von \textit{Weierstraß} über \textit{Abel}sche Transzendenten behandelt Verf. für das \textit{Riemann}sche Problem in der Ebene die Frage: ``Welche Zusammenhänge bestehen überhaupt zwischen den Funktionen und Differentialen einer Klasse \((K)\) und ihrer komplementären \((\overline K)\)?'' (Vgl. für das folgende die vorhergehenden Referate.) Das wichtigste Hilfsmittel bilden hierbei die Elementarfunktionen (Elementardifferentiale) \(h\)-ter Ordnung \(E_{ik}^{(h)}(z,x)\) (bzw. \(d\overline F_{ki}^{(h)}(x,z)\) von \((K)\) (bzw. von \((\overline K)\)) mit dem Argumente \(z\) und dem Parameter \(x\), über die das Nötigste nochmals zusammengestellt wird (vgl. hierzu die dem Ref. nicht vorliegende Arbeit des Verf. ``Die Elementartheoreme und die Vertauschungstheoreme 1. Ordnung bei den \textit{Riemann}schen Transzendenten''). \(E_{ik}^{(h)}(z,x)\) z. B. besitzt für \(z=x,i=k\) einen Pol der Ordnung \(h\); bei festem \(x\) und \(k\) (bzw. festem \(z\) und \(i\)) ist \(E_{ik}^{(h)}(z,x)\) eine Funktion von \((K)\) (bzw. von \((\overline K)\)). Zunächst werden die ``Ableitungssätze'' aufgestellt. Beispiel: \[ E_{ik}^{(h)}(z,x)=\frac{1}{(h-1)!}\frac{d^{h-1}}{dx^{h- 1}}(E_{ik}^{(1)}(z,x)). \] Ferner liefert die Entwickelung nach dem Parameter die ``Entwickelungstheoreme''. Beispiel: Die Entwickelungskoeffizienten der Elementarfunktion 1. Ordnung zweier Variablen (von \((K)\)) liefern die sämtlichen Elementarfunktionen einer Variablen (vgl. das vorst. Ref.) von \((K)\) und zwar jede nur einmal. Als Folgerung erscheinen die ``Vertauschungstheoreme``. Beispiel: \[ E_{ik}^{(1)}(z,x)=-\frac{d}{dx}(\overline F_{ki}^{(1)}(x,z)). \] Aus diesen Identitäten erhält Verf.: Erstens (bei Entwickelung nach \(z\) oder \(x\)) die ``Reduktionstheoreme''. Beispiel: Alle Elementarfunktionen einer Variablen der Klasse lassen sich (mit gewissen Ausnahmen) darstellen durch gewisse einfachste unter ihnen und durch die Ableitung einer Funktion von \((K)\). Zweitens (bei Entwickelung nach \(z\) und \(x\)) die ``Reziprozitätstheoreme'', d. h. die Zusammenhänge zwischen den Entwickelungskoeffizienten der Elementarfunktionen und -differentiale einer Variablen. Beispiel: Der \(r\)-te Entwickelungskoeffizient der zur Stelle \(b_\beta\) gehörigen Elementarfunktion \(h\)-ter Ordnung (einer Variablen) von \((K)\) an der Stelle \(\vartheta_\delta\) ist entgegengesetzt gleich dem \((h- 1)\)-ten Entwickelungskoeffizienten des zur Stelle \(\vartheta_\delta\) gehörigen Elementardifferentials \((r+1)\)-ter Ordnung von \((\overline K)\) an der Stelle \(b_\beta\). Zu unterscheiden sind jedesmal drei verschiedene,,Arten'' von Vertauschungs-, Reduktions- und Reziprozitätstheoremen, je nachdem es sich nämlich handelt um Beziehungen zwischen Funktionen und Differentialen oder Funktionen und Funktionen oder Differentialen und Differentialen. Die Theoreme ``\(h\)-ter Stufe'' beziehen sich auf Elementarfunktionen bzw. Differentiale \(h\)-ter Ordnung. Die gewonnenen Ergebnisse gestatten schließlich auf Grund der Partialbruchzerlegung die Reduktion beliebiger Funktionen und Differentiale. Verf. bemerkt zum Schlusse, daß seine Methoden die Entwickelung der Theorie auch für den Fall des \textit{Riemann}schen Problems auf einer gesehlossenen \textit{Riemann}schen Fläche vom Geschlechte \(p>0\) gestatten. (IV 9.)
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