On wave-patterns due to a travelling disturbance. (Q1471571)
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scientific article; zbMATH DE number 2613929
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | On wave-patterns due to a travelling disturbance. |
scientific article; zbMATH DE number 2613929 |
Statements
On wave-patterns due to a travelling disturbance. (English)
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1916
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Die beiden Abhandlungen enthalten eine neue Methode zur Berechnung des Wellensystems, das von einer mit konstanter Geschwindigkeit fortschreitenden Störung erzeugt wird. Das Verfahren zeichnet sich durch Kürze und Allgemeinheit aus, liefert allerdings nur das Wellensystem in einiger Entfernung vom Störungsherd. Mathematisch gesprochen beruht die Methode auf der approximativen Auswertung von Integralen der Form \[ (1)\quad \int \frac{F(z)}{f(z)} e^{izx}dz \] längs geeigneter Randlinien in der komplexen Ebene. Die ``Die Funktionen \(F(z)\) und \(f(z)\) sind gewöhnlich algebraisch und \(f(z)\) hat eine oder mehrere einfache Wurzeln von der Form \(\kappa+i \mu\), wo \(\kappa\) positiv und \(\mu\), das von einem angenommenen Reibungskoeffizienten abhängt, zum Schluß\ unendlich klein gesetzt wird.'' Das Integral wird durch seinen asymptotischen Wert für große \(x\) ersetzt, wodurch die oben ausgesprochene Beschränkung bedingt ist. In der ersten Abhandlung werden eindimensionale Wellenprobleme behandelt. Es sei \(c\) die Geschwindigkeit, mit der die Störungslinie senkrecht zu sich selbst fortschreitet, so ergibt sich als Vertikalverschiebung der gestörten Oberfläche \[ (2)\quad \eta=\frac{\varPhi(\kappa) e^{i \kappa x}}{| c- U| }. \] Hier bedeutet \(U\) die zur Wellengeschwindigkeit \(c\) gehörige Gruppengeschwindigkeit und \(\varPhi(\kappa)\) eine Funktion von \(\kappa\), die aus der Theorie der freien Wellen bestimmt wird. Die große Allgemeinheit der Methode beruht gerade darauf, daß\ über die besondere dynamische Beschaffenheit der Wellen (Oberflächenwellen über endlicher oder unendlicher Tiefe, Kapillarwellen oder dergl.) keine Annahme gemacht zu werden braucht. So enthält auch die Formel (2) eine Reihe von schon früher bekannten Resultaten. Von besonderem Interesse ist die Anwendung auf Wellen in zwei übereinandergeschichteten Flüssigkeiten, wie sie die Erklärung für das Phänomen des sogenannten ``toten Wassers'' liefert (d. h. der Erscheinung, daß\ langsam segelnde Schiffe unter Umständen dort einen besonders großen Widerstand erfahren, wo sich eine Süßwasserschicht über dem Meere befindet). In der zweiten Abhandlung wird die neue Methode auf Wellen angewendet, die sich in zwei Dimensionen ausbreiten. An Stelle von (2) ergibt sich für die vertikale Verschiebung \[ (3)\quad \zeta=\frac{1}{2\pi} \int \frac{e^{i \kappa(x \cos \psi + y \sin \psi)} \kappa \varPhi(\kappa) d \psi}{c \cos \psi-U} \quad (U<c \cos \psi). \] Die Integration ist über solche Werte von \(\psi\) zwischen den Grenzen \(\pm \pi/2\) zu erstrecken, die \(x \cos \psi+y \sin \psi>0\) machen. (Ein ähnlicher Ausdruck gilt für den Fall \(U>c \cos \psi\)). Das Integral (3) wird nach der \textit{Kelvin}schen Methode approximativ ausgewertet und liefert dann als ``Wellenmuster'', d. h. als geometrischen Ort aller Punkte gleicher Phase, die Gleichungen, die sonst durch mehr synthetisch-geometrische Betrachtungen gewonnen werden.
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