Der Energiesatz in der allgemeinen Relativitätstheorie. (Q1471647)
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scientific article; zbMATH DE number 2614025
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Der Energiesatz in der allgemeinen Relativitätstheorie. |
scientific article; zbMATH DE number 2614025 |
Statements
Der Energiesatz in der allgemeinen Relativitätstheorie. (English)
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1918
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Gegen die \textit{Einstein}sche Fassung des Energieimpulssatzes wurde von verschiedenen Seiten (\textit{Schrödinger} u. a.) der Einwand erhoben, daß\ der Energieimpulstensor \({\mathfrak t}_\sigma^\nu\) des Gravitationsfeldes diesen Tensorcharakter nur gegenüber linearen Transformationen besitzt, im allgemeinen aber sein Verschwinden vom Koordinatensystem abhängt. Im vorliegenden zeigt der Verf. nun, daß\ für ein abgeschlossenes System als Ganzes, wenn auch nicht für jedes einzelne Volumelement, ein invarianter Begriff der Energie des Gravitationsfeldes aufgestellt werden kann. Das abgeschlossene System definiert \textit{Einstein} zunächst so, daß\ er annimmt, die \(g_{\mu \nu}\) seien außerhalb eines endlichen zusammenhängenden Teiles der Welt konstant, d. h. das betrachtete Gravitationsfeld sei in ein gravitationsfreies eingebettet. Über ein solches Gravitationsfeld erstreckt ist dann das Integral \(I_\sigma=\int {\mathfrak U}_\sigma^4 dx_1 dx_2 dx_3\) von der Wahl des Koordinatensystems unabhängig, wobei \({\mathfrak U}_\sigma^\nu={\mathfrak T}_\sigma^\nu + {\mathfrak t}_\sigma^\nu\) (\({\mathfrak T}_\sigma^\nu\) ist der ohnehin allgemein kovariante Energieimpulstensor der Materie), d. h. \(I_\sigma\) erleidet bei beliebiger Wahl der \(x_1, \dots, x_4\), wenn sie nur im gravitationsfreien Außengebiet konstant sind, nur die Transformationen eines \textit{Minkowski}schen Vierervektors. Wählen wir das Koordinatensystem speziell so, daß\ \(I_1=I_2=I_3=0\), geht \(I_4\) in die Ruhdichte der Energie, also die Ruhdichte der trägen Masse über. Fasse ich das Feld in großer Entfernung als das eines Massenpunktes auf, so kann ich dessen schwere Masse auf Grund der Lösung der Feldgleichungen für diesen Fall aus den \({\mathfrak U}_\sigma^4\) berechnen und erhalte ebenfalls den Wert \(I_4\). Da die wirkliche Welt aber nicht als in ein unendliches wellenfreies Feld eingebettet angesehen werden kann (vgl. \textit{Einstein}, Berl. Ber. 1917, 142 ff.), untersucht der Verf. die \(I_\sigma\) auch für eine ungefähr gleichmäßig mit Masse erfüllte endliche Welt im Sinne der sphärischen Geometrie und findet denselben invarianten Charakter. Der Verf. berechnet die Energie dieser sphärischen Welt und findet für sie den Wert \(I_4=\varrho_0 V\), wo \(\varrho_0\) die Ruhdichte der Masse und \(V\) das Volumen der Welt ist, was für die Zweckmäßigkeit des verwendeten Energiebegriffes \(I_\sigma\) spricht.
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