Alte und neue Hilfsmittel der Landesvermessung. Festrede, gehalten am 15. XI. 1916. (Q1471746)
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scientific article
Language | Label | Description | Also known as |
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English | Alte und neue Hilfsmittel der Landesvermessung. Festrede, gehalten am 15. XI. 1916. |
scientific article |
Statements
Alte und neue Hilfsmittel der Landesvermessung. Festrede, gehalten am 15. XI. 1916. (English)
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1917
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Die vor der bayerischen Akademie der Wissenschaften in München gehaltene Festrede gibt einen Ausblick auf die nach dem Kriege geplante neue bayerische Landesvermessung, deren Notwendigkeit begründet wird. Damit ist verbunden ein Rückblick auf die bisherigen Vermessungen in Bayern und ihren Anteil an der Entwicklung der Landesvermessung überhaupt. Die Triangulation hat in den letzten hundert Jahren keine grundlegenden Änderungen erfahren, sie ist nur weiter ausgebaut worden und die gesteigerten Ansprüche an die Genauigkeit haben zur Verbesserung der Instrumente und zur Verschärfung der Methoden geführt. In der Kleinmessung die graphische Methode fast ganz durch die zahlenmäßige Aufnahme zurückgedrängt. Als eines der aussichtsreichsten modernen Hilfsmittel tritt die Photographie in den Vordergrund. Diese hat in der Meßtischphotogrammetrie der Stereophotogrammetrie und der Stereoautogrammetrie bereits eine große Bedeutung für die Geländeaufnahme erfahren. Hierzu tritt darin noch die durch die Entwicklung der Flugtechnik ins Leben gerufene Luftaufnahme die eben falls topographisch verwertet werden soll, insbesondere wird die Ausführung von Lufttriangulationen in den Kreis der Erwägung gezogen. Es wird die Frage erörtert, ob sich aus bloßen Luftaufnahmen ohne Hinzuziehung von Bodenmessungen eine topographische Aufnahme durchführen läßt, oder anders formuliert: welches ist das geringste Maß\ von Bodenmessungen, die in Verbindung mit Luftaufnahmen eine Geländedarstellung ermöglichen\(?\) Das Ergebnis lautet dahin, daß\ die Möglichkeit einer Lufttriangulation innerhalb der Genauigkeit der photographischen Winkelmessung vorhanden ist, wenn das aufzunehmende Land mit einem genügend engen Netz von natürlichen oder künstlichen gut abbildbaren Signalen versehen ist. Der Maßstab der Triangulation kann nur durch Bodenmessungen gefunden werden. Für den unbedingt nötigen Anschluß\ des Netzes an die Schwerkraftsrichtung bedarf es entweder eines Höhennivellements zwischen einer Reihe von Bodenpunkten oder der Einbeziehung von Sonnenbildern in die photographische Triangulation, wobei genaue Zeitbestimmung der Aufnahmen notwendig wird. Die Berechnung einer Lufttriangulation ist wesentlich schwieriger und die erzielbere Genauigkeit bedeutend geringer als bei einer Bodentriangulation.
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