Mondphasen, Osterrechnung und Ewiger Kalender. (Q1471763)

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scientific article; zbMATH DE number 2614172
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    Mondphasen, Osterrechnung und Ewiger Kalender.
    scientific article; zbMATH DE number 2614172

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      Mondphasen, Osterrechnung und Ewiger Kalender. (English)
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      1917
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      Der rein mathematische Teil der Chronologie wird hier in einer ebenso einfachen wie anregenden Art behandelt. Für die von allen mathematischen Disziplinen am meisten vernachlässigte Zahlentheorie sucht Verf. schon auf der Schule Lust und Verständnis zu erwecken. Bietet doch die Kalenderlehre ausgezeichnete Gelegenheit, das mathematische Denken in nutzbringender Weise zu üben und eine praktische Einführung in die Anfangsgründe der Zahlentheorie zu geben. Den Versuch zu einer streng wissenschaftlichen Behandlung der Zeitrechnung durch die Zahlentheorie hat bereits \textit{Wilhelm Matzka} in seinem ausführlichen Lehrbuch ``Die Chronologie in ihrem ganzen Umfang usw. Wien 1844'' gemacht. Dabei ist es wohl aber auch bisher geblieben, und so muß\ es als ein Verdienst des Verf. betrachtet werden diese Behandlungsweise des Stoffes wieder von neuem durch die vorliegende Schrift in den Vordergrund gerückt zu haben, und zwar für einen sehr allgemeinen Leserkreis. Daß\ auf keine weiteren chronologischen Betrachtungen unter Heranziehung der einschlägigen Literatur eingegangen ist, rechtfertigt der Verf. durch die besonderen Umstände, unter denen seine Arbeit entstanden ist. Geschrieben im Felde, stand ihm außer dem ganz andere Ziele verfolgenden Bändchen von \textit{Wislicenus} ``Der Kalender'' (Aus Natur und Geisteswelt Bd. 69) keine weitere Literatur zur Verfügung. Aber gerade dieser eigentümlichen Entstehungsweise ist es wohl zuzuschreiben, daß\ der mathematische Kern der Kalenderlehre in so klarer und durchsichtiger Form herausgeschält ist, was dem kleinen Werke einen besonderen Reiz verleiht. Nach einer allgemeinen Einleitung über Kongruenzen und Reste werden zunächst die Regeln zur Berechnung des Wochentages für ein beliebig gegebenes Datum entwickelt und die Begriffe des julianischen und tropischen Jahres, der julianischen und gregorianischen Schaltweise sowie des Sonnenzirkels erörtert. Sodann wird auf die Erscheinungen, die durch den Umlauf des Mondes hervorgerufen werden, d. h. die Mondphasen und das Alter des Mondes eingegangen, wobei der \textit{Meton}sche Zyklus und der Mondsprung zur Erklärung gelangen. Auf diese Betrachtungen stützt sich die nun folgende Epaktenrechnung, zunächst für das 20. Jahrhundert, sodann unter Berücksichtigung der als Sonnengleichung und Mondgleichung der Epakte bezeichneten Korrektionsglieder für alle Jahrhunderte. Hieran schließt sich noch eine Abschätzung des Fehlers, der aus den Annahmen des \textit{Meton}schen Zyklus und des mittleren Mondes entspringt. Dies führt dann zum Begriff der mittleren Epakte. Nunmehr kommt der Verf. zum eigentlichen Endziel, zur Bestimmung des Osterdatums und zur Aufstellung einer allgemeinen Osterformel, woran sich eine Besprechung der Ausnahmefälle knüpft. Hieran schließt sich noch die Behandlung der Aufgabe, die Jahre eines Jahrhunderts zu bestimmen, in denen Ostern auf ein gegebenes Datum fällt. Endlich wird gezeigt, wie die hier abgeleitete allgemeine Osterformel mit der \textit{Gauß}schen Formel zusammenhängt und wie man, ausgehend von der einen Formel, zu der andern gelangen kann. Am Schluß\ ist noch eine Ostertabelle angefügt. (II 6.)
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