Sur quelques problèmes de probabilités géométriques et les hypothèses de discontinuité. (Q1473045)
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scientific article; zbMATH DE number 2616102
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Sur quelques problèmes de probabilités géométriques et les hypothèses de discontinuité. |
scientific article; zbMATH DE number 2616102 |
Statements
Sur quelques problèmes de probabilités géométriques et les hypothèses de discontinuité. (English)
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1914
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Ein geradliniges, mit Masse belegtes Stück habe die Länge 1 und die Gesamtmasse 1, es ist die Wahrscheinlichkeit aller möglichen Verteilungen aufzustellen: \(x\) sei die Abszisse, \(y\) die Dichte im Punkte \(x\), dann besteht die Bedingung \(\int_0^1ydx=1\dots(1)\) Das \textit{Boltzmann}sche Integral ist \(B=\int_0^1y \log y dx \dots\) (2) Die Wahrscheinlichkeit \(P\) einer Verteilung \(y\) ist: \(e^{kB=k'}\) (\(k<0\) und \(k'\) sind Konstanten). Die größte Wahrscheinlichkeit \(P\) wird erreicht, wenn \(B\) ein Minimum ist. Dieses ist Null bei homogener Verteilung \((y=1)\). Die Konstanten \(k\) und \(k'\) hängen von der physikalischen Hypothese über die Teilbarkeit der Materie ab; bei unbegrenzter Teilbarkeit wird \(\lim k=-\infty\), und jede andere Verteilung als die homogene hat demnach die Wahrscheinlichkeit Null. Wenn man der Dichte \(y\) noch eine weitere Bedingung: \(\int_0^1y^2dx=A>1,\dots(3)\) auferlegt, so entsprechen dem Minimum von \(B\) diejenigen Funktionen, welche nur zwei Werte \(y_1\) und \(y_2\) annehmen, und zwar für Werte \(x\), deren Maß gleich der Hälfte des Maßes des gegebenen Segmentes ist. Bei unbegrenzter Teilbarkeit enthält man als wahrscheinlichste Verteilung eine Verteilung, welche zugleich vollständig unstetig und homogen ist; im kleinsten Intervall sind die beiden Werte \(y_1\) und \(y_2\) gleich wahrscheinlich; derart unstetige Funktionen lassen sich jedoch analytisch nicht mehr darstellen (\textit{Lebesgue} 1905). Die \textit{Planck}sche Quantentheorie sieht sich genötigt, wenn sie die Wahrscheinlichkeitsrechnung anwenden will, Annahmen für die Unstetigkeit der Materie einzuführen, trotzdem sie damit auf das Hülfsmittel der Differentialgleichungen verzichten muß. \textit{Borel} stellt sich nun die Frage, ob es nicht möglich sei, solche Probleme der geometrischen Wahrscheinlichkeiten in einer Weise umzugestalten, daß sei eine stetige Lösung zulassen, ohne die charakteristischen Eigenschaften der unstetigen Lösungen zu verlieren. Er betrachtet erst das Integral \(\int_0^1\int_0^1\frac{yy_1dxdx_1}{\varphi(x-x_1)},\dots(4)\), welches bei \(\varphi(0)=0\) endlich bleiben soll; aber auch hier tritt totale Unstetigkeit auf. Dann versucht er, \(y\) der einzigen Bedingung \(| y-y_1|<\lambda| x-x_1|\dots(5)\) zu unterwerfen, wobei \(\lambda\) von der Größenordnung des Verhältnisses der gewöhnlichen zu den molekularen Größen sei. Damit haben wir ein Problem ähnlich dem der unstetigen Wahrscheinlichkeiten trotz der Stetigkeitsbedingung (5).
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