On the functions \(f(x,y)\) satisfying the relation \(f(x+y,y)- f(x,y)=\varphi(x)\), and having a pole at the point \(y=0,\;\varphi(x)\) being a given function of \(x\). (Q1473340)

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scientific article; zbMATH DE number 2616569
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    English
    On the functions \(f(x,y)\) satisfying the relation \(f(x+y,y)- f(x,y)=\varphi(x)\), and having a pole at the point \(y=0,\;\varphi(x)\) being a given function of \(x\).
    scientific article; zbMATH DE number 2616569

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      On the functions \(f(x,y)\) satisfying the relation \(f(x+y,y)- f(x,y)=\varphi(x)\), and having a pole at the point \(y=0,\;\varphi(x)\) being a given function of \(x\). (English)
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      1914
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      Nach dem Vorgange von \textit{Hurwitz} (Acta Math. \textit{20}, 285; F. d. M. \textit{28}, 251, 1897) untersucht Verf. die Existenz einer Funktion zweier Veränderlichen \(f(x,y)\), welche in einem endlichen Bereiche der \(x\)-Ebene und in einem von zwei konzentrischen Kreisen um den Anfangspunkt begrenzten ringförmigen Bereiche der \(y\)-Ebene holomorph ist und der Funktionalgleichung \(f(x+y,y)-f(x,y)=\varphi(x)\) genügt, worin \(\varphi(x)\) eine gegebene ganze Funktion von \(x\) ist. Im \S\ 1 wird gezeigt, daß, falls \(\varphi(x)\neq 0\) ist, \(f_x(x,y)\) in \(y=0\) einen Pol erster Ordnung oder eine nichtpolare Singularität besitzen muß. Im \S\ 2 findet Verf. als notwendig und hinreichend für die Existenz der oben bezeichneten Funktion \(f(x,y)\), deren erste partielle Ableitung nach \(x\) den Punkt \(y=0\) als Pol erster Ordnung besitzt, die von \textit{Hurwitz} (a. a. O.) angegebene Bedingung \(\overline{\lim}|\root{n}\of{\varphi^{(n)}(x_0)}|=k\) (\(x_0\) beliebige Konstante, \(k\) endlich und unabhängig von \(x_0\)) und folgert daraus, daß \(\varphi(x)\) eine eindeutige ganze Funktion von \(x\) sein muß und daß die Funktion \(yf_x(x,y)\) für alle Wert von \(y\) in ihrem Stetigskeitsbereich der \(y\)-Ebene eine ganze Funktion von \(x\) und eine eindeutige Funktion von \(y\) ist, die i. a. singuläre Punkte auf dem Kreise \(| y| =frac{2\pi}{k}\) besitzt (Beispiel: \(\varphi(x)=x^re^{\lambda x}\); \(r\) positive ganze Zahl, \(\lambda\) Konstante). Für \(f(x,y)\) ergibt sich der explizite Ausdruck: \[ f(x,y)=\frac{1}{y} \left[\int\varphi(x)dx- \frac{\varphi(x)}{2}y+\sum_{m=1}^{\infty}\varDelta_{2m}y^{2m} \varphi^{(2m-1)}(x)\right] +\psi(y), \] worin \(\varDelta_{2m}=(-1)^{m+1}\frac{B_m}{(2m)!}\) (\(B_m\) die \textit{Bernoulli}schen Zahlen) und \(\psi(y)\) eine willkürliche Funktion von \(y\) ist; den wohlbestimmten ersten Teil dieses Ausdruckes nennt Verf. die zu \(\varphi(x)\) gehörige \(F\)-Funktion. Im \S\ 3 beweist Verf. einen Satz über diese \(F\)-Funktionen und wendet ihn auf die Lösung der bekannten Funktionalgleichung \(G(x+\omega)-G(x)=H(x)\;(H(x)\) eine gegebene, der \textit{Hurwitz}schen Bedingung genügende ganze Funktion) durch eine ganze Funktion (vgl. \textit{Guichard}, Ann. de l'Éc. Norm. (3) \textit{4} (1887), 361-380; \textit{Appell}, Journ. de Math. (4) \textit{7} (1891), 157-219; \textit{Hurwitz} a. a. O., \textit{Carmichael}, American J. \textit{35} (1913), 163-182 u. das Referat auf S. 510 über die Arbeit von \textit{Kuylenstierna}) sowie auf die Entwicklung von \(f(x,y)\) in der Umgebung eines Poles \(n\)-ter Ordnung \(y=a\) an. Im \S\ 4 endlich werden die \(F\)-Funktionen als meromorphe Funktionen von \(y\) näher untersucht.
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