On the linear integral equation. (Q1473355)

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scientific article; zbMATH DE number 2616584
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    English
    On the linear integral equation.
    scientific article; zbMATH DE number 2616584

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      On the linear integral equation. (English)
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      1914
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      Hier wird die Theorie der linearen Integralgleichungen zweiter Art \[ f(s)=\varphi(s)-\lambda\int_a^bK(s,t)\varphi(t)dt \] unter allgemeineren Voraussetzungen behandelt, als es sonst geschieht. Der \textit{Lebesgue}sche Integralbegriff wird durchweg zugrunde gelegt. Der Verf. sagt, daß die Unstetigkeiten von \(K(s,t)\) ``regulär verteilt'' sind, wenn für jeden Wert \(s_0\) von \(s\) die Menge der \(t\)-Werte, für die \(K(s,t)\) als Funktion von \(s\) in \(s_0\) unstetig ist, vom Maße 0 ist, und ebenso für \(t\) und \(s\). Es wird für beschränkte und integrierbare Kerne Gültigkeit der \textit{Liouville-Neumann}schen Reihenentwicklung und der \textit{Fredholm}schen Entwicklungen gezeigt und bewiesen, daß die durch sie gelieferte Lösung die einzige integrierbare ist. Sind die Unstetigkeiten von \(K(s,t)\) regulär verteilt, so haben \(\varphi(s)\) und \(f(s)\) dieselben Unstetigkeitspunkte. Der Verf. erwähnt u. a. das beispiel der Integralgleichung \(1=\varphi(s)-\int_0^1(t^s- \frac{1}{2}t^{\frac{1}{2}}\varphi(t)dt\), die \(\frac{1}{s}\) als eine nicht integrierbare Lösung besitzt. Wird der Kern \(K(s,t)\) unendlich, bleibt aber einer der iterierten Kerne \(K_n(s,t)\) endlich, so kann man die \textit{Liouville-Neumann}sche Reihenentwicklung noch immer unter gewisser Voraussetzungen anwenden. Namentlich aber läßt sich in diesem Falle die \textit{Fredholm}sche Theorie weiter ausbauen. Der Verf. gelangt mit Hilfe der \textit{Lalesco}schen Theorie der Partialbruchzerlegung des lösenden Kernes zur Verallgemeinerung gewisser Sätze von \textit{Poincaré} (Acta Mat. \textit{33}, 1910) für den Fall beliebiger Vielfachheit der Wurzeln der \textit{Fredholm}schen Determinante. Der Verf. betrachtet endlich auch Kerne von der Form \(\mu(s),\nu(s),P(s,t)\), wo \(P(s,t)\) beschränkt und integrierbar, \(\mu(s),\nu(s)\) nicht beschränkt, aber so sind, daß \(\mu(s),\nu(s)\) integrierbar ist. Für solche Kerne bleiben alle iterierten Kerne und der lösende Kern im allgemeinen nicht beschränkt. Trotzdem bleibt die \textit{Liouville-Neumann}sche und die \textit{Fredholm}sche Methode anwendbar, vorausgesetzt, daß \(f(s),\nu(s)\) integrierbar ist. -- Der Ref. erlaubt sich zu bemerken, daß diese letzte Resultat sich ohne weiteres auf eine allgemeinere Klasse von Kernen übertragen läßt, nämlich auf alle Kerne von der Gestalt: \(\sum_{i=1}^k\mu_i(s)\nu_i(t)P_i(s,t)\), wo \(P_i(s,t)\) beschränkt und integrierbar sind, \(\mu(s),\nu(s)\) nicht beschränkt, aber so, daß \(\mu_{\alpha}(s),\nu_{\beta}(s)\) integrierbar sind.
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