Belastete Integralgleichungen. (Q1473365)

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scientific article; zbMATH DE number 2616594
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    Belastete Integralgleichungen.
    scientific article; zbMATH DE number 2616594

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      Belastete Integralgleichungen. (English)
      0 references
      1914
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      ``Belastete Integralgleichung'' nennt \textit{Kneser} eine Funktionalgleichung der Art: \[ \varphi(x)=\lambda\int_a^bK(x,\alpha)\varphi(\alpha)d\alpha+ \lambda \sum_{\nu=1}^nM_\nu K(x,\alpha_\nu )\varphi(\alpha_\nu), \] wo \(a_1,\dots, a_n\) eine endliche Anzahl von Stellen des Intervalls \(a\leqq\alpha\leqq b\) sind. \textit{Duhamel} bereits war solchen Aufgaben begegnet bei der Betrachtung einer schwingenden Saite, die durch aufgesetzte Reiter belastet ist. Der Verf. behandelt diese Funktionalgleichungen zuerst nach den ihm eigentümlichen Methoden, sodann aber noch auf eine andere Art. -- indem er bemerkt: ``Als ich einen Teil der durchgeführten Untersuchungen meinem Freunde und Kollegen Herrn \textit{Schmidt} mitteilte, machte er mich darauf aufmerksam, daß die Theorie der belasteten Integralgleichungen in ganz ähnlicher Weise wie die der unbelasteten selbständig entwickelt werden könne; auf seinen Mitteilungen, von denen er mir Gebrauch zu machen freundlichst gestattete, beruhen die folgenden Betrachtungen.'' Und diese beruhen nun darauf, daß große Teile der Integralgleichungstheorie, besonders auch die Arbeiten von \textit{E. Schmidt}, so gestaltet sind, daß sie für abzählbar unendliche Summen, für Integrale und nun auch für Gemische aus beiden, in gleicher Weise gelten. Verf. benutzt insbesondere diese Gelegenheit, um einen neuen Beweis des Satzes von \textit{Mercer} (F. d. M. \textit{40}, 408) zu entwickeln, ``dessen Grundgedanke ebenfalls von Herrn \textit{Schmidt} herrührt'', und zwar auch bald in der Schreibweise der belasteten Integralgleichungen. Er hebt bei dieser Gelegenheit mit Recht hervor, daß dieses \textit{Mercer}sche Theorem die Entwicklungssätze für Funktionen liefert, die an diskreten Stellen geknickt sind, aber nicht für diese in den Anwendungen gewiß wichtigen Aufgaben vorläufig noch auf die direkten, an die Differentialgleichungen der Schwingungen anknüpfenden Methoden angewiesen bleibt, wie sie der Verf. vielfach und auch wieder im ersten Teil dieser Arbeit durchgeführt hat. Man vergleiche zu diesem Gegenstande auch \textit{W. A. Hurwitz} (F. d. M. \textit{44}, 426 und d. Bd. S. 536), der die belasteten Integralgleichungen als ``mixed equations'' bezeichnet und statt \(M_\nu K(x,\alpha_\nu )\) irgendwelche Funktionen \(k_i(x)\) setzt.
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