Über einen Satz der geometrischen Optik und dessen Verallgemeinerung in der Variationsrechnung. (Q1473547)

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scientific article; zbMATH DE number 2616816
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    Über einen Satz der geometrischen Optik und dessen Verallgemeinerung in der Variationsrechnung.
    scientific article; zbMATH DE number 2616816

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      Über einen Satz der geometrischen Optik und dessen Verallgemeinerung in der Variationsrechnung. (English)
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      1915
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      Von \textit{R. Straubel} wurde folgender Satz der geometrischen Optik gefunden: In der Ebene des Punktes \(P\) sei \(q(P)\) die Lichtgeschwindigkeit. Vom Punkte \(P_1\) zum Punkte \(P_2\) laufe in der Zeit \(t_2-t_1\) ein Lichtstrahl, der in \(P_1\) bzw. \(P2\) mit der \(x\)-Achse den Winkel \(\theta_1\) bzw. \(\theta_2\) einschließe. \(C_2\) und \(C_1\) seuen die Endkurven, die die von \(P_1\) bzw. \(P_2\) auslaufenden Strahlen in der Zeit \(t_2-t_1\) erreichen. Eine Änderung von \(\theta_1\) in \(\theta_1+d\theta_1\) verschiebe den Punkt \(P_2\) auf \(C_2\) um \(d\sigma_2\), und eine analoge Bedeutung habe \(d\sigma_1\) für \(P_1\). Dann ist: \[ (1)\quad \frac{d\sigma_2}{d\theta_1}\frac{1}{q(P_2)}=\frac{d\sigma_1}{d\theta_2}\frac{1}{q(P_1)}. \] Analog gilt im Raume, wenn \(d\omega _i\) den ``Öffnungswinkel'' im Punkte \(P_1,d\sum_i\) das entsprechende Flächenelement auf der Enfläche bedeutet: \[ (2)\quad \frac{d\sum_2}{d\omega_1}\frac{1}{q^2(P_2)}=\frac{d\sum_ 1}{d\omega_2}\frac{1}{q^2(P_1)}. \] Satz (1) ist Spezialfall des folgenden Satzen der Variationsrechnung: Die von \(P_1\) nach \(P_2\) (von \(P_2\) nach \(P_1\) fürende Extremale des integrales \(\int F(x,y,x',y')dt\) habe in \(P_1\) (in \(P_2)\) den Richtungswinkel \(\theta_1(\theta_2)\). Die Kurve \(C2(C1)\) schneide in \(P_2\) (in \(P_1)\) die Extremale \(P_1 P_2(P_2 P_1)\) transversal. Eine Änderung von \(\theta_1\) in \(\theta_1+d\theta_1\) verschiebe den Schnittpunkt der Extremale mit \(C2\) und \(d\sigma_2\) und analog sei die Bedeutung von \(d\sigma _1\); dann ist: \[ \frac{d\sigma_2}{d\theta_1}\frac{F(P_2)F_1(P_2)}{\sqrt{(F'_{x'}( P_2))^2+(F'_{y'}(P_2))^2}}=\pm\frac{d\sigma_1}{d\theta_2}\frac{F(P _1)F_1(P_1)}{\sqrt{(F'_{x'}(P_1))^2+(F'_{y'}(P_1))^2}}, \] wo \(F(P_2)\) den Wert von \(F\) für das Element der Extremale \(P_1 P_2\) in \(P_2\) bedeutet, \(F_1\) die \textit{Weierstraß}sche Invariante ist, und das Vorzeichen abhängt vom Zeichen von \(F(P_1)\) und \(F(P_2)\). -- Satz (2) ist Spezialfall des folgenden Satzes, wo an Stelle von \(\int F(x,y,x',y',)dt\) das räumliche Problem \(\int F(x,y,z,x',y',z')dt\), an Stelle von \(d\theta_i\) der ``Öffnungswinkel'' \(d\omega_i\), an Stelle des Bogenelementes \(d\sigma _i\) einer transversalen schneidenden Kurve das Flächenelement \(d\varSigma _i\) einer transversal schneidenden Fläche tritt: \[ \frac{d\sum_2}{d\omega_1}\frac{F(P_2)F_1(P_2)}{\sqrt{(F'_{x '}(P_2))^2+(F'_{y'}(P_2))^2+F'_{z'}(P_2))^2}}=\frac{d\sum_1}{d\omega_2}\frac{F(P_1)F_1(P_1)}{\sqrt{(F'_{x '}(P_1))^2+(F'_{y'}(P_1))^2+F'_{z'}(P_1))^2}}. \]
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