Über den gemischten Flächeninhalt zweier Ovale. (Q1473552)
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scientific article; zbMATH DE number 2616821
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über den gemischten Flächeninhalt zweier Ovale. |
scientific article; zbMATH DE number 2616821 |
Statements
Über den gemischten Flächeninhalt zweier Ovale. (English)
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1915
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Es sei der Abstand \(h\) der Tangente an ein Oval von einem festen Punkte gegeben als Funktion des Winkels \(\varphi\) der Tangente mit einer festen Richtung. Durch diese ``Stützfunktion'' drückt sich der Flächeninhalt des Ovals so aus \[ F=\frac{1}{2}\int_{-\pi}^{+\pi}\{h(\varphi)^2-h'(\varphi)^2\}d\varphi. \] \textit{Minkowski} beseichnet als ``gemischten Flächeninhalt'' zweier Ovale mit den Stützfunktionen \(h_1(\varphi),h_2(\varphi)\) die Polarenbildung \[ M=\frac{1}{2}\int_{-\pi}^{+\pi}\{h_1h_2-h'_1h'_2\} d\varphi. \] Zwischen \(M\) und den beiden Flächeninhalten \(F_1\) und \(F_2\) gilt \textit{Minkowskis} Ungleichheit \(M^2\geqq F_1F_2\) und zwar = nur dann, wenn die Ovale ähnlich sind und liegen. Den ersten vollständigen Beweis der Ungleichhneit, die der analytische Ausdruck für einen Satz von \textit{H. Brunn} ist und den Satz von der isoperimetrischen Eigenschaft des Kreises umfaßt, hat \textit{Minkowski} auf Grund eines Gedankens von \textit{Brunn} gegeben (Math. Ann. 57) und andere Beweise wurden neuerdings von \textit{W. Blaschke} geliefert (vgl. das vorletzte Ref.). Hier gibt \textit{Frobenius} einen neuen Beweis, der erheblich einfacher als die frühren, Sind \(x,y>0\), so ist \(h(\varphi)=xh_1(\varphi)+yh_2(\varphi)\) wieder Stützfunktion eines Ovals mit dem Flächeninhalt \[ F=x^2F_1+2xyM+y^2F_2. \] \textit{Frobenius} stellt diesen Flächeninhalt des Ovals der als Differenz zwischen dem Inhalt eines umschriebenen Dreiecks mit festen Seitenrichtungen und dem Inhalt der Restfigur. So findet man eine Formel \[ =(x\varDelta_1+y\varDelta_2)^2-\frac{1}{2}\int_{-\pi}^{+\pi}\{xt_1(\varphi)+yt_2(\varphi)\}^2d\varphi, \] aus der folgt, daß diese quadratische Form in \(x,y\) im allgemeinen auch negativer Werte fähig, also indefinit ist. Damit ist \(M^2>F_1F_2\) schon bewiesen und auch die Feststellung, wann \(M^2= F_1F_2\) gilt, macht auf diesem Wege (im Gegensatz zu \textit{Minkowski}) keine Schwierigkeiten. Für die zugehörigen Umfänge \(L_1L_2\) wird eine neue Ungleichheit \[ F_1L_2^2-2ML_2L_1+F_2L_1^2\leqq 0 \] hergeleitet. Dann wird der zu \(M^2\geqq F_1F_2\) entsprechende Satz \textit{Minkowskis} für mehr als zwei Ovale bewiesen und zugehörige algebraische Beziehungen für Polygone entwickelt.
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