Über eine charakteristische Eigenschaft sogenannter Treppenpolygone und deren Anwendung auf einen Fundamentalsatz der Funktionentheorie. (Q1473596)

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scientific article; zbMATH DE number 2616886
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    Über eine charakteristische Eigenschaft sogenannter Treppenpolygone und deren Anwendung auf einen Fundamentalsatz der Funktionentheorie.
    scientific article; zbMATH DE number 2616886

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      Über eine charakteristische Eigenschaft sogenannter Treppenpolygone und deren Anwendung auf einen Fundamentalsatz der Funktionentheorie. (English)
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      1915
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      Ein von \textit{Weierstraß} herrührender, für die Theorie der analytischen Funktionen grundlegender Satz besagt folgendes: Wenn ein Funktionselement sich auf jedem innerhalb eines einfach zusammenhängenden Bereiches \(B\) verlaufenden Wege analytisch fortsetzen läßt, so sind jene Fortsetzungen vom Wege unabhängig, und es definiert jenes Funktionselement mit seinen Fortsetzungen eine im Innern von \(B\) eindeutige und reguläre Funktion. Da der allgemeine Beweis dieses Satzes in den bisherigen Darstellungen recht verwickelt ist, unternimmt es der Verf., einen elementaren und leichter verständlichen Beweis zu liefern, der von vornherein andere Wege einschlägt als die früheren Beweise. Als Begrenzung von \(B\) wird ein ``Treppenpolygon `, d. h, ein solches vorausgesetzt, dessen Seiten zu nur zwei Richtungen parallel sind. Begrenzungen allgemeinerer Art lassen sich Leicht durch Treppenpolygone beliebig approximieren. Der weit überwiegende Teil der Arbeit (\(\S\S\) 1 und 2, 22 S.) beschäftigt sich mit der Geometrie oder Topologie der Treppenpolygone. Bei derartigen Abhandlungen, wo alles auf streng arithmetische Beweise von Dingen ankommt, die der unmittelbaren Anschauung selbstverständlich erscheinen, ist eine kurze Angabe des Beweisganges kaum möglich. Das Ziel ist, zu zeigen, daß\ das Treppenpolygon durch Parallele zu jenen beiden Richtungen in Parallelogramme zerlegt werden kann und daß\ es somit genügt, jenen \textit{Weierstraß}schen Satz für ein solches zu beweisen, was leicht ist und im dritten Paragraphen geschieht. In dem Nachtrag weist der Verf. darauf hin, wie sich durch Abänderung: einiger Überlegungen sein Beweis von vornherein für beliebige Polygone, nicht nur für Treppenpolygone, einrichten läßt. Dann weist er auf gelegentlich vorkommende falsche Fassungen des eingangs erwähnten \textit{Weierstraß}schen Satzes hin; insbesondere genügt es bei demselben nicht, vorauszusetzen, daß\ man von einem Funktionselement ausgehend dieses bis zu jedem (inneren) Punkt von \(B\) (auf geeigneten Wegen) fortsetzen kann. Dies wird an dem Beispiel \(f (x) = \root 3 \of { \sqrt {1+x^2} + x } -\root 3 \of { \sqrt {1+x^2} -x }\) noch besonders anschaulich gemacht.
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