Self-projective rational curves of the fourth und fifth orders. (Q1474067)

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scientific article; zbMATH DE number 2617621
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    Self-projective rational curves of the fourth und fifth orders.
    scientific article; zbMATH DE number 2617621

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      Self-projective rational curves of the fourth und fifth orders. (English)
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      1914
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      Es werden in kanonischer Fonn alle projektiv verschiedenen Typen der allgemeinsten rationalen ebenen Kurven \(R_4\) und \(R_5\) der Ordnungen 4 und 5 aufgestellt, die gegenüber den verschiedenen endlichen Kollineationsgruppen invariant sind. Als Grundlage dient der Reduktionssatz: Jeder ternären Punktkollineation der Kurve korrespondiert eine binäre Kollineation des Parameters, und umgekehrt. Man hat daher auf die binären Gruppen der regulären Körper zurückzugehen: die zyklische \(G_n\), die Diedergruppe \(G_{2n}\), die Tetraedergruppe \(G{12}\), die Oktaedergruppe \(G_{24}\) und die Ikosaedergruppe \(G_{60}\). Im Falle der \(R_4: (1) x_i = f_4^{(i)} (t) (i= 0,1, 2)\) operiert man am zweckmäßigsten mit der fundamentalen Kombinante \(f_6\), von der die drei Formen \(f_4\) zweite Polaren sind. Man hat folgende sieben Typen der \(f_6\) mit den zugehörigen Gruppen: (a) \(t^6 + \alpha t^4 + \beta t^2 +1\) (Zyklische \(G_2\)), (b) \(t (t^5 +1)\) (Zyklische \(G_5\)), (c) \(t (t^4 +\alpha t^2 +1)\) (Diedrische \(G_4\)), (d) \(t^6 + \alpha t^3 +1\) (Diedrische \(G_6\)), (e) \(t^6 +1\) (Diedrische \(G_{12}\)), (f) \(t (t^4+1)\) (Oktaedrische \(G_{24}\)), (g) \(t^2 (t^4+1)\) (Zyklische \(G_4\)), von denen nur die letzte singulär ist. Die einzelnen Unterfälle lassen sich je durch gewisse fundamentale Invarianten einer \(f_6\) arithmetisch und geometrisch charakterisieren. Bei den zyklischen Gruppen ergeben sich Sätze von der Art: Läßt eine \(R_4\) eine zyklische \(G_4\) resp. \(G_5\) zu, so auch die oktaedrische \(G_{24}\) resp. eine eingliedrige Gruppe. Zum Studium der diedrischen Kollineationsgruppen einer \(R_n\) empfiehlt sich eine metrische Darstellung der \(R_4\) mittels der absoluten Koordinaten \(x = X +iY, \overline{x} = X - iY\) (\(X, Y\) rechtwinklige Koordinaten). Dann hat man für die \(R_n\) die einzige Gleichung \((1) x = f (t)\), wo \(f\) eine rationale Funktion ist (nebst der konjugierten Gleichung). Die Elementaroperationen der Gruppen kommen so auf Rotationen und Spiegelungen zurück. So z. B. ergibt sich die \(R_4^{(4)}\) mit einer diedrischen \(G_4\) durch: \[ x = \frac {t^3}{t^4 + at^2 +1},\;\overline{x}=\frac {t}{t^4 + at^2 +1}; \] ihre vier Wendepunkte und vier Wendetangenten besitzen dasselbe Diagonaldreieck, das die Zentra und Achsen der Spiegelungen liefert, und die Gruppe charakterisiert. Weiter existiert eine \(R_4^{(6)}\) mit einer \(G_6\): \[ x = \frac {at^3 + 1}{t^2},\;\overline{x} = \frac {t^4 + at}{t^2}; \] die Gruppe vertauscht die Seiten des Dreiecks der Doppelpunkte. Ferner die projektiv verallgemeinerte Lemniskate mit einer diedrischen \(G_8\) usf. Singuläre Fälle treten ein, wenn die \(f_6\) eine, zwei oder drei Doppelwurzeln besitzt. Bei der Behandlung der \(R_5\) dient als Grundlage der allgemeine Satz: ``Läßt eine \(R_m\) eine zyklische \(G_n (n > m)\) zu, so auch eine eingliedrige Gruppe.'' Insbesondere läßt sich eine \(R_n\) mit einer zyklischen \(G_n\) kanonisch darstellen durch: \(x_0 = t^r, x_1 = t^s, x_2 = t^n +1,\) wo \(r\) und \(s\) verschieden und zwischen den Grenzen \(1, n -1\) enthalten sind. Für \(r + s = n\) läßt die \(R_n\) eine diedrische \(G_{2n}\) zu. Daraus läßt sich herleiten, daß\ eine \(R_5\) die Tetraeder-, Oktaeder-, Ikosaedergruppe überhaupt nicht gestattet und, für gerades \(n\), auch keine Diedergruppe. Für die zyklischen Gruppen und diedrischen (\(n\) ungerade) lassen sich die zugehörigen kanonischen Gleichungen der \(R_5\) leicht aufstellen. Das Gesamtergebnis ist: Es existieren acht Typen selbstprojektiver \(R_4\), je mit einer zyklischen \(G_2, G_2, G_3, G_4\), einer diedrischen \(G_4\) und \(G_6\), einer oktaedrischen \(G_{24}\) und einer eingliedrigen \(G\), andererseits zehn solche Typen von \(R_5\), je mit einer zyklischen \(G_2, G_3, G_4, G_5, G_5\), einer diedrischen \(G_6, G_{10}, G_{10}\), und zwei eingliedrigen \(G\).
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