Congruencies and complexes of circles. (Q1474958)
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scientific article; zbMATH DE number 2618002
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Congruencies and complexes of circles. |
scientific article; zbMATH DE number 2618002 |
Statements
Congruencies and complexes of circles. (English)
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1914
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``Der Differentialgeometrie der Kreissysteme ist in letzter Zeit eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt worden. Man ist dem Gegenstande von zwei ganz verschiedenen Seiten näher gerückt. Einerseits haben \textit{Koenigs, Cosserat, Moore, Bompiani} und andere ihr Augenmerk auf das gerichtet, was wir die beschreibenden Differentialeigenschaften von Kreisen nennen möchtén. Die Gesamtheit der Kreise im dreidimensionalen Raume kann durch einen \(R_6^5\) abgebildet werden, der in einem \(R_9\) liegt, und diese Mannigfaltigkeit kann nach den jetzt geläufigen Methoden der projektiven Differentialgeometrie erforscht werden. Die andere Klasse der Bearbeiter, zu der wir \textit{Bianchi, Tzitzéica, Guichard} und \textit{Eisenhart} rechnen können, haben sich im ganzen auf Kongruenzen (zweiparametrige Systeme) von Kreisen beschränkt, häufig auf Normalenkongruenzen. Die benutzten Methoden sind die allgemeinen der Differentialgeometrie gewesen, und im Mittelpunkte des Interesses haben mehr die Achsen der Kreise als die Kreise selbst gestanden. Dem Verf. hat es seit einiger Zeit scheinen wollen, daßdas letzte Wort über diese Dinge keinesfalls besprochen ist, und daßdurch ein anderes Angriffsverfahren nicht nur einfachere Beweise bekannter Sätze erhalten, sondern auch zahlreiche neue Sätze entdeckt werden könnten. Die anmutendsten Eigenschaften von Kreisen sind solche, die bei der Inversion oder bei der Parametergruppe konformer Transformationen invariant bleiben. Der beste Zugang zu dieser Gruppe öffnet sich durch den Gebrauch pentasphärischer Koordinaten. Zwar haben manche der erwähnten Forscher diese Koordinaten gebraucht, und noch mehr ist dies von \textit{Darboux} in seiner Théorie des surfaces getan worden; aber die Möglichkeiten dieser Koordinaten sind keineswegs erschöpft worden, und in der gegenwärtigen Abhandlung werden sie systematischer auf Probleme der Differentialgeometrie des Kreises angewandt, als früher der Fall gewesen ist. Ein Kreis kann von zwei Ansichten betrachtet werden, entweder als Ort von Punkten oder als Hülle von Kugeln. Die beiden Blickpunkte stehen natürlich in enger Beziehung zueinander; aber der Wechsel der Betonung führt natürlich auf ziemlich verschiedenartige Systeme von Sätzen. Der erste Abschnitt der vorliegenden Arbeit ist den einleitenden Formeln für Punkte und Kugeln in pentasphärischen Koordinaten gewidmet, sowie gewissen grundlegenden Sätzen bezüglich kosphärischer und orthogonaler Kreise. Im zweiten Abschnitt wird eine Parameterdarstellung der Punkte eines Kreises gegeben und gezeigt, wie dies auf geradwegige und schöne Beweise der gewöhnlichen Sätze über Kreiskongruenzen führt, sofern sie unter der konformen Gruppe invariant sind. Im dritten Abschnitt wird der Kreis in seiner andern Ansicht betrachtet, und es werden die klassischen Methoden der \textit{Kummer}schen Liniengeometrie auf Kreiskongruenzen angewandt, wobei sich eine ganze Zahl neuer Sätze ergibt. Der vierte Abschnitt ist den dreiparametrigen Kreisfamilien gewidmet.''
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