Das Prinzip von der Relativität des Gravitationspotentials. (Q1475465)
From MaRDI portal
!
WARNING
This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes.
Please use the normal view instead:
scientific article; zbMATH DE number 2618656
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Das Prinzip von der Relativität des Gravitationspotentials. |
scientific article; zbMATH DE number 2618656 |
Statements
Das Prinzip von der Relativität des Gravitationspotentials. (English)
0 references
1915
0 references
Resultate: 1. Das Prinzip von der Relativität des Gravitationspotentials wird aufgestellt als der einfachste Ausdruck der Tatsache, daß\ das Gravitationspotential, obwohl es als selbständige Zustandsgröße in den Grundgleichungen der Ätherphysik auftritt, doch auf die materiellen Vorgänge im allgemeinen keinen bemerkbaren Einfluß\ hat. Es gelingt, das Prinzip in einer ganz allgemeinen Weise zu formulieren, ohne spezielle Annahmen darüber zu machen, in welcher Form das Gravitationspotential in die Grundgleichungen der Ätherphysik eintritt. 2. Aus dem Prinzip von der Relativität des Gravitationspotentials läßt sich der bekannte Erfahrungssatz von der Proportionalität vier schweren und der trägen Masse aller materiellen Körper theoretisch ableiten. Allerdings hat dieser Satz für Körper, deren Elementarteilchen ungeordnete verborgene Bewegungen ausführen, vielleicht nur approximative Gültigkeit. Sind aber die Geschwindigkeiten der verborgenen Bewegungen im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit sehr klein, so kann die Genauigkeit, mit der der Satz gilt, so groß\ sein, daß\ man experimentell keine Abweichungen finden kann. Wenn man wollte, daß\ der Satz allgemein mathematisch genau gälte, so müßte man zu dem Prinzip der Relativität des Gravitationspotentials noch eine Nebenannahme machen. 3. Für das Zusatzglied, das die Abweichung von der mathematisch genauen Geltung der Proportionalität beider Massen mit sich bringt, läßt sich eine interessante Deutung angeben. Erfährt an der Stelle, wo sich ein materieller Körper befindet; das Gravitationspotential etwa dadurch, daß\ sich entfernte große, schwere Massen verschieben, eine Änderung, so ändert sich damit zugleich nicht nur der Energieinhalt des Körpers, sondern im allgemeinen auch die Temperatur, sowohl die der molekularen ungeordneten Bewegung, als auch die der inneratomaren Bewegungen. Soll der Körper sich mit dem Gravitationspotential streng isotherm ändern, so daß\ die Temperaturen der verborgenen Bewegungen seiner Elementarteilchen alle konstant bleiben, so muß\ zu der Änderung seiner freien Energie infolge der Potentialänderung auch noch eine Änderung seiner latenten Energie, etwa durch Strahlung, hinzukommen. Diese zu- oder weggeführte latente Energie gibt das Maß\ für das in Rede stehende Zusatzglied; ist sie sehr klein gegen die Änderung der freien Energie, so ist die Abweichung von der Proportionalität beider Massen sehr klein; ist sie Null, so gilt der Satz von der mathematischen Proportionalität genau.
0 references