Über die Darstellung binärer Formen als Potenzsummen. (Q1476142)

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scientific article; zbMATH DE number 2620503
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    Über die Darstellung binärer Formen als Potenzsummen.
    scientific article; zbMATH DE number 2620503

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      Über die Darstellung binärer Formen als Potenzsummen. (English)
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      1913
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      Eine mit Binomialkoeffizienten geschriebene binäre Form \(n\)-ter Ordnung \(f=f(x,y)=a_0x^n+\cdots +a_ny^n\) läßt sich nach \textit{Sylvester} im allgemeinen als eine Summe von \(m n\)-ten Potenzen darstellen, wo \(m=\frac{n}{2}+1\) oder \(\frac{n+1}{2}\), je nachdem \(n\) gerade oder ungerade ist. Dies ändert sich aber, wenn der Rationalitätsbereich der Koeffizienten der ursprünglichen und transformierten Form beschränkt wird. Es wird der Satz nachgewiesen, daß jede Form \(f\) mit rationalen Koeffizienten \(a_i\) als eine Summe von \(n\), aber nicht immer einer geringeren Anzahl von \(n\)-ten Potenzen mit rationalen Koeffizienten darstellbar ist. Es wird zunächst gezeigt, daß sich bei rationalen \(a_i\) die rationalen Zahlen \(\lambda_i,\alpha_i\) so bestimmen lassen, daß die Identität besteht: \[ (I)\quad f(x,y)=\sum_{i=1}^n \lambda_i(x+\alpha_i y)^n, \] sodann, daß sich die Anzahl \(n\) solcher Potenzen im allgemeinen nicht erniedrigen läßt. Durch Koeffizientenvergleichung in (I) ergibt sich sofort \[ (1)\quad a_k=\sum_{i=1}^n \lambda_ia_i^k (k=0,1,\dots,n), \] und die Elimination der \(\lambda_i\) liefert eine verschwindende Determinante. Sondert man hier das Differenzenprodukt \(D\) der \(\alpha_i\) ab und bezeichnet die elementarsymmetrischen Verbindungen der \(\alpha_i\) mit \(\sigma_r\) \((r=1,\dots,n)\), so erhält man die bekannte Bedingung: \[ (2)\quad a_0\sigma_n-a_1\sigma_{n-1}+a_2\sigma_{n-2}-+\cdots +(-1)^na_n=0, \] oder auch, nach \(\alpha_n\) geordnet: \[ \begin{aligned} (2')\quad &\alpha_n(a_0\tau_{n-1}-a_1\tau_{n-2}+-\cdots )\\ &-(a_1\tau_{n-1}-a_2\tau_{n-2}+-\cdots )=0,\end{aligned} \] wo die \(\tau\) die elementarsymmetrischen Verbindungen der \(\alpha_1,\dots,\alpha_{n-1}\) bedeuten. Sind also die \(a_0,a_1,\dots,a_{n-1}\) rational, so auch \(a_n\) und wegen (1) die \(\lambda_i\), womit die Darstellbarkeit von \(f\) als Summe von \(n\) \(n\)-ten Potenzen mit rationalen Koeffizienten bewiesen ist. Soll umgekehrt gezeigt werden, daß die Anzahl n der Potenzsummen im allgemeinen nicht herabgedrückt werden kann, so kommt das auf den Nachweis hinaus, daß das Gleichungssystem: \[ (3)\quad a_i=\lambda_1\alpha_1^i+\lambda_2\alpha_2^i+\cdots +\lambda_{n-1}\alpha_{n-1}^i (i=0,1,\dots,n) \] bei vorgegebenen rationalen \(a_0,a_1,\dots,a_n\) nicht immer die rationalen Lösungen \(\lambda_i,\alpha_i(i=1,2,\dots,n-1)\) hat. Nach Elimination der \(\lambda\) gelangt man zu der quadratischen Gleichung \[ (4)\quad \left| \begin{matrix} 1 & x & x^2\\ b_0 & b_1 & b_2\\ b_1 & b_2 & b_3\end{matrix}\right| =0 \] (unter den \(b\) gewisse Hülfsgrößen verstanden), der \(\alpha_i\) genügen müßte. Man kann aber die \(a\) so wählen, daß (4) keine rationalen Wurzeln besitzen kann.
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