Quaternionen und binäre Formen zu den \textit{Minkowski}schen Grundgleichungen der Elektrodynamik, I. und II. Mitteilung. (Q1476151)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2620511
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Quaternionen und binäre Formen zu den \textit{Minkowski}schen Grundgleichungen der Elektrodynamik, I. und II. Mitteilung.
    scientific article; zbMATH DE number 2620511

      Statements

      Quaternionen und binäre Formen zu den \textit{Minkowski}schen Grundgleichungen der Elektrodynamik, I. und II. Mitteilung. (English)
      0 references
      0 references
      1913
      0 references
      In seiner Vorlesung ``Elementarmathematik vom höheren Standpunkte aus'' (1907) (F. d. M. 39, 107 (JFM 39.0107.*), 1908) gibt \textit{F. Klein} die \textit{Cayley}sche Darstellung der orthogonalen Transformationen des \(R_4\) durch Quatemionenprodukte. Er spricht dann von einer Weiterentwicklung der Physik und Mechanik in der Richtung der \textit{Minkowski}schen Untersuchungen, in der diese Darstellung direkt anwendbar werde, und stellt hierauf die \textit{Lorentz}-Transformationen \(L\) in einfacher Weise durch Quaternionen dar (vgl. auch F. d. M. 41, 535 (JFM 41.0535.*), 1910). Mit Hülfe der \textit{Klein}schen Darstellung leitet der Verf. unter Zugrundelegung des \textit{Minkowski}schen Gedankenganges die \textit{Minkowski}schen Grundgleichungen ab. Bedeutet \(\bigtriangledown\) den Hamiltonschen symbolischen Vektor, so wird der Differentialoperator \(\bigtriangledown_1=\bigtriangledown-i\,\frac{\partial}{\partial t}\) gebildet, sowie die Quaternion eines reellen Raumzeitpunktes \(x=it+x_1i_1+x_2i_2+x_3i_3=it+\mathfrak r\). Nun lauten die vier Grundgleichungen für den Äther: \[ \begin{aligned} (I)\quad &\bigtriangledown\times \mathfrak m-\mathfrak e\;\frac{\partial}{\partial t}=\varrho\mathfrak w,\qquad (II)\quad \bigtriangledown\cdot \mathfrak e=\varrho,\\ (II)\quad \bigtriangledown\times \mathfrak e+\mathfrak m\;\frac{\partial}{\partial t}=0,\qquad (IV)\quad \bigtriangledown \cdot \mathfrak m=0.\end{aligned} \] Diese lassen sich dann auf Grund des Multiplikationstheorems in die einzige Grundgleichung zusammenfassen: \[ (V)\quad \bigtriangledown_1(\overline{\mathfrak m+\mathfrak {ie})}=r,\;\text{oder auch}\;(\bigtriangledown')(\mathfrak m+\mathfrak {ie})\bigtriangledown_1=-r, \] wo \(r\) die Quaternion \(i\varphi+\varphi\mathfrak w\) ist, und der horizontale Strich das Konjugiertimaginäre angibt. Daraufhin lassen sich die Differentialgleichungen für ruhende Körper in einfacher Gestalt hinschreiben. Sodann werden die \textit{Lorentz}-Transformationen \(L\), die reellen Drehungen des \(R_4\) und im besonderen die ``speziellen'' \(L\) durch Quaternionen dargestellt. Die letzteren werden charakterisiert durch einen reellen Raumzeitvektor \(ia\), für den \(Na=1\) ist. Hieraus wird eine Reihe von mit speziellen \(L\) zusammenhängenden Grundgleichungen abgeleitet. Weiter werden die Raumzeitvektoren zweiter Art \(f\) mit Koordinaten von der Form \(m_k\), \(-ie_k\) \((k=1,2,3)\) untersucht. In der zweiten Abhandlung wird die zur \textit{Minkowski}schen Matrix \(S\) gehörige \textit{Maxwell}sche Affinität \(A\) des \(R_3\) durch Quaternionen dargestellt. Mit Hülfe des ``Zweibeins'' von \(S\) (F. d. M. 40, 494 (JFM 40.0494.*), 1909) ergibt sich A als Superposition ihres rein elektrischen und ihres rein magnetischen Teiles. Der antisymmetrische Teil von \(S\), ein Raumzeitvektor zweiter Art, ist bestimmt durch zwei Vektoren \(\mathfrak R\) und \(\mathfrak t\), deren skalares Produkt verschwindet, und für die Geschwindigkeit \(\mathfrak w\) gilt: \(\mathfrak w\times \mathfrak t=\mathfrak R\). Ferner wird die zu \(S\) gehörige quadratische Form unter Berücksichtigung der \textit{Abraham}schen Zusatzglieder untersucht (F. d. M. 41, 950 (JFM 41.0950.*), 1910). Diese Form ist eine vierdimensionale Kugelfunktion zweiter Ordnung, die zu einer aus den Vektoren \(\mathfrak {m, M}\) einfach gebildeten binären doppeltquadratischen Form gehört. Am Schlusse wird noch gezeigt, daß sich die Affinität für das Vakuum ersetzen läßt durch eine gewisse spezielle \(L\) und eine gewisse darauf folgendeWendestreckung des \(R_3\). Im übrigen muß wegen der zahlreichen Kunstbezeichnungen auf die Abhandlungen selbst verwiesen werden.
      0 references

      Identifiers