Reduction of errors by means of negligible differences. (Q1476519)

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scientific article; zbMATH DE number 2621049
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    English
    Reduction of errors by means of negligible differences.
    scientific article; zbMATH DE number 2621049

      Statements

      Reduction of errors by means of negligible differences. (English)
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      1913
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      ``Die von den Versicherungstechnikern angewandte sogenannte ``Graduierung'' besteht darin, daß jedes Glied einer Folge durch das mit einem Gewicht versehene Mittel aus einer Anzahl von Gliedern ersetzt wird, so daß dadurch für benachbarte Fehler von entgegengesetzten Vorzeichen die Gelegenheit herbeigeführt wird, sich gegenseitig auszugleichen. Dieses Vorgehen ist nicht gerechtfertigt, wofern nicht der Unterschied zwischen dem ursprünglichen und dem eingesetzten Glied ein solcher ist, der vernachlässigbar sein würde, wenn die ursprünglichen Glieder nicht Fehler enthielten. Die zugrunde liegende Annahme ist also, daß Differenzen von den wahren Werten über eine gewisse Ordnung hinaus vernachlässigbar sind, und das Ersetzen ist nur berechtigt, wenn der so eingeführte Fehler in Gliedern mit diesen vernachlässigten Differenzen auszudrücken ist. In gleicher Weise schließt die Existenz wahlfreier Formeln für die Quadratur usw. die Überlegung ein, daß die Differenz zwischen zwei Formeln vernachlässigbare Differenzen von den Gliedern der richtigen Folge darstellt. Umgekehrt kann jede Formel, die eine Größe durch eine lineare Funktion eines Systems von Gliedern einer Folge ausdrückt, innerhalb gewisser Grenzen durch die Hinzufügung von Gliedern abgeändert werden, welche die vernachlässigbaren Differenzen darstellen. Das hinzugefügte Stück wird willkürliche Konstanten enthalten, und man kann diese so wählen, daß sie das beste Ergebnis für die neue Formel liefern. Zum Vergleiche der Güte ist ein Kennzeichen erforderlich. Wir nehmen das mittlere Quadrat des Fehlers als ein solches; die Aufgabe ist also, die Werte der Koeffizienten zu finden, wenn das mittlere Fehlerquadrat des gesamten Ausdruckes ein Kleinstes ist. Es ist nicht möglich, für den allgemeinen Fall mehr als eine formale Lösung zu geben; für die Normalklasse von Fällen jedoch, bei denen die Fehler der Glieder der Folge unabhängig und alle in gleicher Weise veränderlich sind, wird die Lösung explizit in Gliedern zentraler Differenzen bestehen. Die Methode unterscheidet sich in wesentlichen Einzelheiten von der Methode der kleinsten Quadrate und der Methode der Momente; es ergibt sich jedoch. daß sie für manche Aufgaben dieselben Resultate liefert, die nach jenen Methoden folgen würden. Die erhaltenen Formeln können deshalb so angesehen werden, als ob sie (für die Normalklasse von Fällen) eine allgemeine Lösung der Gleichungen, die in diesen Methoden entstehen, in Gliedern zentraler Differenzen geben. Die Methode wird auf besondere Klassen von Fällen ausgedehnt, bei denen die Fehler nicht unabhängig oder nicht alle in gleicher Weise veränderlich sind.'' Mit dieser Wiedergabe der vom Verf. selbst an die Spitze seines langen Vertrages gestellten allgemeinen Gedanken müssen wir uns begnügen; das Eingehen auf die vielen technischen Einzelheiten verbietet sich von selbst.
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