Über das Verhalten von \(f^{(\nu)}(x)\) für \(\lim \nu =\infty\), wenn \(f(x)\) einer linearen homogenen Differentialgleichung genügt. (Q1476790)

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scientific article; zbMATH DE number 2621386
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    Über das Verhalten von \(f^{(\nu)}(x)\) für \(\lim \nu =\infty\), wenn \(f(x)\) einer linearen homogenen Differentialgleichung genügt.
    scientific article; zbMATH DE number 2621386

      Statements

      Über das Verhalten von \(f^{(\nu)}(x)\) für \(\lim \nu =\infty\), wenn \(f(x)\) einer linearen homogenen Differentialgleichung genügt. (English)
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      1913
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      \textit{N. E. Nörlund} hat in seiner Arbeit ``Fractions continues et différences réciproques'' (Acta Math. 34, 1-108; F. d. M. 32, 247 (JFM 32.0247.*), 1911) unter anderem die Frage behandelt, wie sich die \(\nu\)-te Ableitung \(f^{(\nu)}(x)\) bei konstantem \(x\) für \(\lim \nu=\infty\) verhält, wenn die Funktion \(f(x)\) einer linearen homogenen Differentialgleichung genügt; dabei werden die Koeffizienten der Differentialgleichung als rationale Funktionen von \(x\) vorausgesetzt, und die singulären Punkte sollen, außer allenfalls \(x=\infty\), lauter sogenannte Stellen der Bestimmtheit sein. \textit{Nörlund}s Methode besteht darin, daß er für \(\frac{f^{(\nu)}_x}{\nu !}\) eine lineare Differenzengleichung aufstellt, auf welche sich dann, da ihre Koeffizienten rationale Funktionen von \(\nu\) sind, die sogenannte \textit{Laplace}sche Transformation anwenden läßt. Da aber bei der \textit{Laplace}schen Transformation immer eine Reihe von Ausnahmefällen bleibt, die eine gesonderte Überlegung erfordern, so hat diese Methode den Nachteil, daß sie zur Unterscheidung zahlreicher Sonderfälle zwingt, wobei die Gefahr sehr groß ist, doch den einen oder anderen entschlüpfen zu lassen. Obwohl \textit{Nörlund}s Arbeit in der Erledigung dieser Sonderfälle sehr sorgfältig ist, erscheint es dem Verf. doch nicht überflüssig, in der vorliegenden Abhandlung das Problem nach einer, wie er glaubt, naturgemäßeren und jedenfalls einheitlicheren Methode zu behandeln. Dabei gelangt er zu einer wesentlich präziseren Formulierung des Resultates und kann außerdem in zwei Punkten über die \textit{Nörlund}schen Untersuchungen hinausgehen. Erstens hat nämlich \textit{Nörlund} nur den Fall durchgeführt, daß in dem Integral \(f(x)\) an einer singulären Stelle \(a\) höchstens die erste Potenz von \(\log(x- a)\) auftritt, während Verf. alle Fälle behandelt. Zweitens aber brauchen bei dem Verf. die Koeffizienten der Differentialgleichung keine rationalen Funktionen von \(x\) zu sein. Es gelten dann die gleichen Resultate, während man für \(\frac{f^{(\nu)}_x}{\nu!}\) keine lineare Differenzengleichung mit in \(\nu\) rationalen Koeffizienten angeben kann, sodaß die Verwendung der \textit{Nörlund}schen Methode überhaupt nicht möglich wäre. Zum Schluß setzt Verf. noch einige Anwendungen der von ihm erzielten Resultate auseinander. Insbesondere sei auf \S\ 3 hingewesen: die dort gegebene Herleitung der Ubergangssubstitutionen für die Integrale der hypergeometrischen Differentialgleichung scheint wesentlich einfacher als die seither bekannt gewordenen Methoden. .
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