Periodic oscillating satellites in the problem of three bodies. (Q1478020)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2622985
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Periodic oscillating satellites in the problem of three bodies.
    scientific article; zbMATH DE number 2622985

      Statements

      Periodic oscillating satellites in the problem of three bodies. (English)
      0 references
      0 references
      1913
      0 references
      \textit{Lagrange} hat gezeigt, daß\ das Dreikörperproblem zwei Typen exakter Lösungen besitzt; in beiden sind die Verhältnisse der gegenseitigen Abstände Konstanten und die beschriebenen Bahnen Kegelschnitte. Bei dem ersten Typus liegen die drei Körper in einer Geraden, bei dem zweiten in den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks. Man nehme an, einer der drei Körper sei infinitesimal, die Massen der beiden anderen seien von Null verschieden. Wenn der infinitesimale Körper wenig aus einem der \textit{Lagrange} schen Lösungspunkte verschoben wird, so oszilliert er um ihn oder entfernt sich von ihm je nach den Umständen. Wenn er oszilliert, so erscheint er, von einem der beiden endlichen Körper aus gesehen, ein wenig hin und her zu gehen und wird daher der oszillierende Satellit genannt. In der vorliegenden Abhandlung wird die Existenz gewisser oszillierender Satelliten; bei denen die Bewegung periodisch ist, sowohl in zwei als auch in drei Dimensionen nachgewiesen, und es werden die allgemeinen Eigenschaften der Bahnen erörtert. Nur solche Bahnen werden betrachtet, die in der Nähe der \textit{Lagrange} schen kollinearen Lösungen liegen; obgleich dieselben Methoden auch auf solche anwendbar sind, die in der Nähe der Ecken gleichseitiger Dreiecke erfolgen. Der Fall, bei welchem die Bahnen der endlichen Körper Kreise sind, ist schon vielfach behandelt worden. Dagegen ist der Fall, bei welchem die endlichen Körper Ellipsen beschreiben, bisher noch nicht betrachtet, und seine strenge Behandlung ist viel schwieriger. Wenn die endlichen Körper Kreise beschreiben, so bilden die Bahnen des oszillierenden Satelliten eine stetige Reihe in der Umgebung des \textit{Lagrange} schen Punktes; die Perioden variieren stetig mit den linearen Dimensionen der Bahnen, und die Bahnen kehren alle nach einem einzigen Umlauf wieder. Wenn die endlichen Körper in elliptischen Bahnen kreisen, bilden die Bahnen des oszillierenden Satelliten eine geometrisch unstetige Reihe in der Umgebung der \textit{Lagrange} schen Lösungspunkte; die Perioden variieren unstetig mit den linearen Dimensionen der Bahnen, und die Bahnen kehren erst nach vielen Umläufen wieder, weil die Perioden Vielfache der Perioden der endlichen Körper sind. Die Lösungen in dem ersteren Falle werden aus verhältnismäßig einfachen Differentialgleichungen gefunden, die in den Folgestufen der Integration linear mit konstanten Koeffizienten sind, und die Bestimmung der willkürlichen Konstanten zur Befriedigung der Bedingungen für die Periodizität bietet keine Schwierigkeiten. Die Lösungen in dem letzteren Falle hängen auf jeder Stufe der Integration von linearen Gleichungen mit periodischen Koeffizienten ab, und die Bestimmung der willkürlichen Konstanten zur Befriedigung der Periodizitätsbedingungen ist verknüpft mit den Eigenschaften der Lösungen solcher linearen Differentialgleichungen, die auf der rechten Seite Glieder haben, welche Produkte aus Exponentialfunktionen und periodischen Funktionen sind. In dem ersteren Falle existiert nur eine einzige Bahn von gegebener Periode in der Umgebung eines der Lösungspunkte; in dem letzteren gibt es zwei für jede Periode. In dem ersteren Falle ist es möglich, durch numerische Prozesse die Existenz der periodischen Bahnen nachzuweisen, wenigstens wenn der infinitesimale Körper in der Bewegungsebene der endlichen Körper sich bewegt, und auch ihre Eigenschaften zu finden. In dem letzteren ist es überhaupt unmöglich, durch numerische Prozesse die Existenz der periodischen Lösungen zu erweisen. Wenn die endlichen Körper Kreisbahnen beschreiben, existiert ein Integral. Es wird gezeigt, wie dieses Integral bei der praktischen Bestimmung der Lösungen an Stelle der \(z\)- Gleichung benutzt werden kann, wo die \(xy\)-Ebene die Bewegungsebene der endlichen Körper ist, oder es kann zur Kontrolle der algebraischen und numerischen Rechnungen dienen. Wenn die endlichen Körper elliptische Bahnen beschreiben, existiert das Integral nicht; aber es wird gezeigt, wie das angedeutete entsprechende Integral zu denselben Zwecken benutzt werden kann.
      0 references

      Identifiers