Über die Theorie der biquadratischen Reste. (Q1479926)

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scientific article; zbMATH DE number 2625187
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    Über die Theorie der biquadratischen Reste.
    scientific article; zbMATH DE number 2625187

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      Über die Theorie der biquadratischen Reste. (English)
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      1912
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      Sind \(m\) und \(n\) zwei positive, teilerfremde Zahlen, so heißt nach \textit{Zeller} die (mod. 2) genommene Anzahl der Zahlen \(xm \;(x = 1, 2, \ldots, \frac12(n - 1))\), die zwischen einem ungeraden und dem darauffolgenden geraden Vielfachen von \(\frac12 n\) liegen, der quadratische Charakter \(D (m, n)\) von \(m\) in bezug auf \(n\). Da nun sehr einfach gezeigt werden kann, daß \[ \biggl(\dfrac{m}{n}\biggr) = (-1)^{D(m, n)}, \] so hat man zum Beweise des Reziprozitätsgesetzes nur die Kongruenz zu beweisen: \[ D (m, n) + D (n, m)\equiv \dfrac{m-1}{2}\dfrac{n-1}{2} \;(\operatorname{mod}. \,2). \] Der Verf. gibt in vorliegender Arbeit einen entsprechenden Beweis für das biquadratische Reziprozitätsgesetz. Zugrunde gelegt wird der Körper \(K(i) \;(i = \sqrt{-1})\). \ \(m =c + di, n = a + bi\) seien zwei teilerfremde Zahlen desselben; zudem sei \(a+bi\) zu 2 prim. Durch Einführung des \(m\)- und \(\frac12n\)-Gitters in der \textit{Gauß}schen Ebene wird nach \textit{Gauß}' Vorgang (mod. 4) der biquadratische Charakter \(D (m, n)\) von \(m\) in bezug auf \(n\) definiert. Verhältnismäßig einfach gelingt dann der Beweis des Ergänzungssatzes für ungerades \(a\): \[ D(1+ i,a +bi)\equiv (a+b)\biggl(\dfrac{a-1}{2}\biggl[\dfrac{a+b}{4}\biggr]\biggr)-\dfrac{b^2}{4} (\operatorname{mod}.\,4). \] Bedeutend schwieriger ist die Herleitung des Reziprozitätsgesetzes \[ \begin{aligned} D (c + di, a + bi) - D (a + & bi, c + di) \equiv\\ &2\biggl(\dfrac{a-1}{2}\dfrac{c-1}{2}+\dfrac{a+b-1}{2}\dfrac{c+d-1}{2}\biggr) (\operatorname{mod}.\, 4), \end{aligned} \] das gilt, falls \(a+bi\) primär, \(c +di\) nicht primär ist.
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