Die Reziprozitätsgesetze für Potenzreste mit Primzahlexponenten in algebraischen Zahlkörpern. (Zweiter Teil.) (Q1479992)

From MaRDI portal





scientific article; zbMATH DE number 2625246
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Die Reziprozitätsgesetze für Potenzreste mit Primzahlexponenten in algebraischen Zahlkörpern. (Zweiter Teil.)
    scientific article; zbMATH DE number 2625246

      Statements

      Die Reziprozitätsgesetze für Potenzreste mit Primzahlexponenten in algebraischen Zahlkörpern. (Zweiter Teil.) (English)
      0 references
      0 references
      1912
      0 references
      Wegen des ersten Teiles siehe F. d. M. 40, 265 (JFM 40.0265.*), 1909. Zunächst wird der Satz bewiesen: Ist \(k\) ein beliebiger Körper, der den Körper der \(l\)-ten Einheitswurzeln enthält, und \(\omega\) eine singuläre Primärzahl aus \(k\), so gilt stets \[ \bigg(\frac{\omega}{\alpha}\bigg) = 1, \] wenn \(\alpha\) eine beliebige zu \(l\) prime Zahl aus \(k\) ist. Der Beweis dieses Satzes im ersten Teil enthielt eine Lücke. Der neue Beweis geht so vor sich, daß der Satz zuerst für einen \textit{Galois}schen Oberkörper von \(k\) bewiesen wird. Aus dem Satze folgt leicht das Reziprozitätsgesetz. Im folgenden führt der Verf. die ganze, durch \textit{Hilbert} begründete und für \(l = 2\) und die regulären \textit{Kummer}schen Körper durchgeführte Theorie der Reziprozitätsgesetze für einen beliebigen Körper durch. Zunächst wird die spezielle Formel \[ \prod_{(\mathfrak w)}{}'\biggl(\dfrac{\nu, \mu}{\mathfrak w}\biggr )=1 \] bewiesen, wo das Produkt über alle zu \(l\) primen Primideale \(\mathfrak w\) von \(k\) zu erstrecken ist, \(\biggl(\dfrac{\nu, \mu}{\mathfrak w}\biggr )\) das Normenrestsymbol (F. d. M. 34, 236 (JFM 34.0236.*), 1903) bedeutet, \(\mu\) primär und \(\nu\) zu \(l\) prim ist. Dann wird die Existenz von genau \(l^{r-1}\) Geschlechtern in \(K (k, \root l \of{\mu})\) gezeigt (\(\mu\) primär). Es erübrigt noch die Betrachtung der Normenrestsymbole der in \(l\) enthaltenen Primideale. Dadurch gelingt der Beweis des \textit{Hilbert}schen Reziprozitätsgesetzes: Sind \(\mu, \nu\) zwei beliebige ganze Zahlen aus \(k\), so ist \[ \prod_{(\mathfrak w)}\biggl(\dfrac{\mu, \nu}{\mathfrak w}\biggr )=1 \] wenn das Produkt \(\prod\) über alle Primideale \(\mathfrak w\) in \(k\) erstreckt wird. In diesem Satze sind die allgemeine Reziprozitätsformel und die beiden Ergänzungssätze enthalten. Damit ist die von \textit{Hilbert} angestrebte und von ihm in gewissen Fällen durchgeführte Theorie im wesentlichen mit denselben Hülfsmitteln für einen beliebigen Körper \(k\), der die \(l\)-te Einheitswurzel enthält, durchgeführt und zum Abschluß gebracht worden.
      0 references

      Identifiers