Über die ausgezeichneten Kurven algebraischer Flächen. (Q1480368)
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scientific article; zbMATH DE number 2626766
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über die ausgezeichneten Kurven algebraischer Flächen. |
scientific article; zbMATH DE number 2626766 |
Statements
Über die ausgezeichneten Kurven algebraischer Flächen. (English)
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1912
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Die Sätze, die der Verf. über ausgezeichnete Kurven algebraischer Flächen ableitet, d. h. über solche Kurven, die durch birationale Transformationen in Punkte einer andern Fläche übergehen, sind größtenteils bekannt aus den Arbeiten der Italiener \textit{Castelnuovo} und \textit{Enriques}. Aber die Art der Behandlung ist neu; auch werden keine einschränkenden Voraussetzungen über die Singularitäten der Fläche gemacht. Nicht selten werden aber die Ergebnisse der italienischen Mathematiker genauer präzisiert, teilweise werden sie auch berichtigt und verbessert; sie werden in neue Beziehungen zueinander gesetzt und unter neuen Gesichtspunkten betrachtet, und endlich weist der Verf. ausdrücklich auf alle die Fragen hin, die noch der Erledigung harren, und die er selbst noch nicht befriedigend zu beantworten vermag. Die angewandte arithmetische Behandlungsweise mit Hülfe der Primteiler erster und zweiter Art hat der Verf. schon in früheren Arbeiten erfolgreich benutzt (Palermo Rend. 26, 113-127; F. d. M. 39, 492 (JFM 39.0492.*), 1908 und J. für Math. 138, 255-318; F. d. M. 41, 743 (JFM 41.0743.*), 1910); auf diese Arbeiten wird hier und da verwiesen. Über die Hauptpunkte, die in der Arbeit behandelt werden, äußert sich der Verf. in der Einleitung etwa in folgender Weise: 1. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den Begriff der Kurve allgemeiner zu fassen, als ihn die Anschauung liefert. Man ordnet daher unter Umständen den isolierten Punkten der Fläche \(F\) Kurven zu, die man sich gewissermaßen in die singulären Punkte kondensiert denkt. 2. Geht durch eine birationale Transformation \(F\) in \(\varPhi\) über, so kann man sich die Aufgabe stellen, diejenigen Punkte von \(F\) zu bestimmen, die in Kurven von \(\varPhi\) übergehen, und umgekehrt. 3. Ist \(\mathfrak A\) eine ausgezeichnete Kurve von \(F\), so kann es sein, daß bei keiner Transformation, bei der \(\mathfrak A\) in einen Punkt übergeht, ein Punkt von \(\mathfrak A\) in eine Kurve übergeht. Man nennt dann \(\mathfrak A\) von der ersten Klasse. Im andern Falle heißt \(\mathfrak A\) von der zweiten Klasse. Ob \(F\) ausgezeichnete Kurven erster oder zweiter Klasse oder beides besitzt, hängt mit den Geschlechtszahlen der Fläche zusammen; die darauf bezüglichen Sätze wurden von \textit{Castelnuovo} und \textit{Enriques} durch geometrische Überlegungen bewiesen; der Verf. gibt einen analytischen Beweis und eine bemerkenswerte Ergänzung dieser Sätze. 4. Ist \((\mathfrak K, \mathfrak K)\) der virtuelle Grad der kanonischen Klasse (\(\mathfrak K\)) der Fläche \(F\), und liegen auf dieser \(a\) ausgezeichnete Kurven, so ist \((\mathfrak K, \mathfrak K) + a\) bei jeder beliebigen birationalen Transformation invariant. 5. Zum Schluß wird das Verhalten der \textit{Zeuthen-Segre}schen Invariante \(I\) bei birationaler Transformation untersucht. Unter der Voraussetzung, daß das geometrische Geschlecht \(p_g\) oder eines der mehrfachen Geschlechter von Null verschieden ist, wird gezeigt, daß auch bei Flächen mit beliebigen Singularitäten für beliebige birationale Transformationen der Ausdruck \(I+(\mathfrak K,\mathfrak k)\) invariant ist.
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