Die Torsion von Umdrehungskörpern. (Q1480950)

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scientific article; zbMATH DE number 2627493
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    Die Torsion von Umdrehungskörpern.
    scientific article; zbMATH DE number 2627493

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      Die Torsion von Umdrehungskörpern. (English)
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      1912
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      ``Im Maschinenwesen spielt das Problem der Torsion eines Rotationskörpers, insbesondere eines Kreiszylinders eine große Rolle. Einige neuere Arbeiten von \textit{A. Föppl} (F. d. M. 36, 863 (JFM 36.0863.*), 1905) und \textit{F. A. Willers} (F. d. M. 38, 828 (JFM 38.0828.*), 1907) beschäftigen sich in der Hauptsache mit Fällen, wo die tordierenden Kräfte an den Endquerschnitten angreifen, während die Mantelfläche spannungsfrei ist. Der vorliegende Aufsatz behandelt den allgemeinen Fall, daß auch der Mantel verdrehende Momente aufnimmt, und zwar unter der Voraussetzung einer rotationssymmetrischen Verteilung der tordierenden Kräfte. Bei der Anwendung der allgemeinen Theorie auf den Kreiszylinder wird eine Zweiteilung des Problems vorgenommen. Nach dem \textit{Saint-Venant}schen Prinzip rufen zwei statisch gleichwertige Systeme von Kräften, deren Angriffspunkte über ein kleines Stück \(f\) der Oberfläche eines Körpers verteilt sind, merklich den gleichen Spannungszustand in ihm hervor, wenn von lokalen Unstimmigkeiten in der Nähe von \(f\) abgesehen wird. Bei der Torsion eines zylindrischen Stabes kommt es daher in einiger Entfernung von einem Endquerschnitt nicht auf die genaue Verteilung der auf diesen wirkenden Kräfte, sondern auf das resultierende Torsionsmoment an. Dementsprechend wird zunächst in Kap. II eine strenge Befriedigung der Randbedingungen nur auf der Mantelfläche des Zylinders angestrebt, die genaue Verteilung der Spannungen über die Endquerschnitte dagegen offen gelassen. In Kap. III werden dann andererseits die Lösungen aufgesucht, die zwecks strenger Befriedigung auch der auf den Endquerschnitten vorgeschriebenen Randbedingungen überlagert werden müssen, und die beim Problem der zylindrischen Platte jedenfalls von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die Ergebnisse der ersten Untersuchung liefern übrigens selbst eine Bestätigung des \textit{Saint-Venant}schen Prinzips, dieses für die praktische Elastizitätslehre äußerst wichtigen Hülfsmittels. Sie zeigen nämlich, daß der Spannungszustand, der von einer beliebigen tordierenden Mantelbelastung herrührt, sich spalten läßt in einen Bestandteil, der mit der Entfernung von den Belastungsstellen rasch abklingt, und einen Bestandteil, der mit der \textit{Coulomb-Saint-Venant}schen typischen Lösung des Torsionsproblems bei spannungsfreiem Mantel übereinstimmt, Wir haben hier das Analogon der von \textit{J. Dougall} aufgezeigten (F. d. M. 35, 812 (JFM 35.0812.*), 1904) ``transitory modes'' und ``permanent modes'' bei dem Problem der Plattenbiegung und der Rolle des ``linearen Spannungsgesetzes'' beim Problem der Balkenbiegung (\textit{Timpe}, F. d. M. 36, 873 (JFM 36.0873.*), 1905). Der \textit{Coulomb-Saint-Venant}sche Bestandteil ist es, auf dessen Betrachtung die in der Technik übliche Torsionstheorie sich beschränkt; der andere Bestandteil stellt also den hierbei begangenen Fehler dar''. Inhalt: Einleitung. \ I. Allgemeine Theorie. \ II. Zylindrische Wellen und Hohlwellen. \ 1. Polynom- und verwandte Lösungen. \ 2. Lösungen mittels trigonometrischer und \textit{Bessel}scher Funktionen. \ III. Zylindrische Platten.
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