Über die Möglichkeit, \(n\) Punkte in der Ebene oder im Raume durch weniger als \(2n - 3\) oder \(3n - 6\) Stäbe von ganz unveränderlicher Lage unverschieblich miteinander zu verbinden. (Q1480979)
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scientific article; zbMATH DE number 2627518
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Über die Möglichkeit, \(n\) Punkte in der Ebene oder im Raume durch weniger als \(2n - 3\) oder \(3n - 6\) Stäbe von ganz unveränderlicher Lage unverschieblich miteinander zu verbinden. |
scientific article; zbMATH DE number 2627518 |
Statements
Über die Möglichkeit, \(n\) Punkte in der Ebene oder im Raume durch weniger als \(2n - 3\) oder \(3n - 6\) Stäbe von ganz unveränderlicher Lage unverschieblich miteinander zu verbinden. (English)
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1912
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I. Werden die \(3k\) Strecken \(A_1A_2\), \(A_2A_3\), \dots, \(A_{2k-1}A_{2k}\), \(A_{2k}A_1\), \(A_1A_{k+1}\), \(A_2A_{k+2}\), \dots, \(A_kA_{2k}\) als Stäbe von ganz unveränderlicher Länge, \(A_1, A_2, \dots, A_k\) aber als vollkommene Gelenke ausgebildet, so hat man ein völlig unverschiebliches Gebilde vor sich, wenn je zwei gegenüberliegende Seiten (\(A_\alpha A_{\alpha+1}\) und \(A_{k+\alpha}A_{k+\alpha+1}\)) des allseitig konvexen \(2k\)-Ecks \(A_1 A_2 \cdots A_{2k}\) zueinander parallel sind. \ II. Es seien je zwei homologe Seiten der beiden \(k\)-Ecke \(A_1 A_2 \cdots A_k\) und \(A_{k+1} A_{k+2} \cdots A_{2k}\) zueinander parallel. Man ordne einer Seite \(A_\alpha A_{\alpha+1}\) das Vorzeichen der Differenz \(A_{k+\alpha} A_{k+\alpha-1} - A_\alpha A_{\alpha+1}\) zu, so daß ihr insbesondere ein positives Vorzeichen zukommt, wenn sie \(A_{k+\alpha} A_{k+\alpha+1}\) entgegengesetzt gerichtet ist. Ist nun \(A_1 A_2 \cdots A_k\) ein allseitig konvexes \(k\)-Eck, so bilden die Seiten der beiden \(k\)-Ecke mit den Verbindungslinien \(A_1 A_{k+1}\), \(A_2 A_{k+2}\), \dots, \(A_k A_{2k}\) eine völlig unverschiebbare Figur, wenn allen Seiten von \(A_1 A_2 \cdots A_k\), bei denen das Trapez \(A_\alpha A_{\alpha+1} A_{k+\alpha+1} A_{k+\alpha}\) nach innen liegt, das eine Vorzeichen zukommt, den übrigen Seiten, bei denen das Trapez \(A_\alpha A_{\alpha+1} A_{k+\alpha+1} A_{k+\alpha}\) nach außen liegt, aber das andere Vorzeichen entspricht. \ III. Wird durch weniger als \(2n - 3\), nämlich durch \(m +1\) Stäbe von ganz unveränderlicher Länge eine starre Verbindung von \(n\) Knotenpunkten bewirkt, so bilden sie ein in sich einspannbares Stabwerk, das bei Vernachlässigung unendlich kleiner Größen höherer Ordnung von \((2n - m - 3)\)-facher unendlich kleiner Verschiebbarkeit in sich ist, während es bei allgemeiner Lage der Knotenpunkte nur von \((2n - m - 4)\)-facher unendlich kleiner (und endlicher) Verschiebbarkeit in sich sein würde. \ IV. Das aus den Seiten und den \(k\) Hauptdiagonalen eines \(2k\)-Ecks gebildete Stabwerk ist dann und nur dann in sich einspannbar, wenn in einer Geraden die Punkte liegen, in deren jedem sich zwei gegenüberliegende Seiten des \(2k\)-Ecks treffen. \ V. Enthält ein Stabwerk die Seiten zweier \(k\)-Ecke (\(B_1 B_2 \cdots B_k)\), (\(B_{k+1} B_{k+2} \cdots B_{2k}\)) und die Verbindungsstäbe \(B_1 B_{k+1}\), \(B_2 B_{k+2}\), \dots, \(B_k B_{2k}\), so ist es dann und nur dann in sich einspannbar, wenn in einer Geraden die \(k\) Punkte liegen, in deren jedem sich zwei entsprechende Seiten \(B_\alpha B_{\alpha+1}\) und \(B_{k+\alpha} B_{k+\alpha +1}\) der beiden \(k\)-Ecke treffen. \ VI. Bildet man die zwölf Kanten und vier Hauptdiagonalen eines rechtwinkligen Parallelepipedons als Stäbe von ganz unveränderlicher Länge, die Ecken aber als vollkommene räumliche Gelenke aus, so hat man ein in sich unversehieblichens Raumgebilde vor sich.
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