\textit{Axel Anthon Björnbo} (1874-1911). (Q1481702)

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scientific article; zbMATH DE number 2628405
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    \textit{Axel Anthon Björnbo} (1874-1911).
    scientific article; zbMATH DE number 2628405

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      \textit{Axel Anthon Björnbo} (1874-1911). (English)
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      1911
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      \textit{Axel Anthon Christensen}, seit 1901 \textit{Axel Anthon Björnbo}, wurde in Kopenhagen den 20. April 1874 geboren und erhielt seine Vorbildung in der ``Borgerdydskolen'' daselbst, wo er das Glück hatte, \textit{J. L. Heiberg} als Lehrer zu bekommen. Schon in der Schule beschäftigte er sich mit selbständigen historischen Studien auf dem Gebiete der griechischen Mathematik, und als er 1891 sein Abiturientenexamen absolviert hatte, wählte er als Studienfach Geschichte der Mathematik. In Kopenhagen hörte er die Vorlesungen \textit{Zeuthens} über diesen Gegenstand, begab sich einige Jahre später nach München, wo \textit{Braunmühl} ein mathematisch-historisches Seminar eingerichtet hatte, und doktorierte daselbst 1901 mit einer Abhandlung über \textit{Menelaos}' Sphärik. Im Jahre 1902 wurde er an der königlichen Bibliothek in Kopenhagen angestellt und starb am 6. Oktober 1911 in seiner Geburtsstadt an einem Herzschlag. Schon unter seinem ursprünglichen Namen hatte \textit{Björnbo} in der dänischen ``Tidsskrift for Matematik'' zwei Aufsätze über die Kreisquadratur bei den Griechen veröffentlicht; aber seine erste größere Arbeit war die oben erwähnte Dissertation, die in erweiterter Form 1902 in den ``Abhandlungen zur Geschichte der mathematischen Wissenschaften'' erschien. In seinen folgenden Arbeiten widmete er sich fast ausschließlich der Geschichte der Mathematik im Mittelalter und behandelte dabei mit Vorliebe die mittelalterlichen Übersetzungen griechischer Mathematiker und Astronomen. Eine Arbeit, die seine Zeit sehr in Anspruch nahm, war ein bibliographisches Repertorium der handschriftlichen mathematischen Literatur des Mittelalters, das er leider nicht zum Abschluß\ bringen konnte. Im Jahre 1902 endeckte er in Rom eine Handschrift des Traktates ``De triangulis sphaericis'' von \textit{Johann Werner}, die seit zwei Jahrhunderten verschollen war; er gab 1907 den Traktat in den ``Abhandlungen zur Geschichte der mathematischen Wissenschaften'' heraus. In derselben Sammlung ist 1911 nach seinem Tode eine Ausgabe von drei optischen Werken aus dem Mittelalter erschienen; zu anderen Ausgaben solcher Art hat er Material gesammelt, aber bei seinem Tode war die Bearbeitung dieses Materials noch nicht abgeschlossen. \textit{Björnbo} hat auch geographisch-historische und bibliothekswissenschaftliche Schriften veröffentlicht.
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