Zur Transformationstheorie der automorphen Funktionen II. (Q1482229)
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scientific article; zbMATH DE number 2625978
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur Transformationstheorie der automorphen Funktionen II. |
scientific article; zbMATH DE number 2625978 |
Statements
Zur Transformationstheorie der automorphen Funktionen II. (English)
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1912
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Man sehe das Referat über die voraufgegangene erste Note F. d. M. 42, 455 (JFM 42.0455.*), 1911. Die kubische Transformation der zur Gruppe \(\varGamma\) der Signatur \((0, 3; 2, 4, 5)\) gehörenden automorphen Funktion führte zu einer Transformationsgleichung 10. Grades \(T=0\) (als Analogon zu den Modulargleichungen der elliptischen Funktionen), die eine \textit{Galois}sche Gruppe (\(G_{360}\) besitzt. (Vgl. \textit{Fricke} und \textit{Wiman}, F. d. M. 27, 103 (JFM 27.0103.*), 1896.) Die Gleichung \(T=0\) hat als niederste Resolventen zwei solche vom 6. Grade, die der Verf. schon früher aufgestellt hat, sodann aber zwei solche 15. Grades. Diese letzteren werden hier abgeleitet; sie entsprechen den beiden Systemen von je 15 gleichberechtigten Oktaedergruppen \(G_{24}\) in der \(G_{360}\), denen andererseits als Untergruppen von \(\varGamma\) zwei Systeme von 15 gleichberechtigten \(\varGamma_{15}\) korrespondieren. Die einzelne \(\varGamma_{15}\) erscheint funktionentheoretisch als eine unsymmetrische Gruppe der Signatur \((0, 5; 2, 2, 2, 4)\); der \(\varGamma_{15}\) kommt daher eine Hauptfunktion \(\sigma(\zeta)\) zu; es läßt sich auch angeben, wie die \(\sigma\)-Ebene über der Ebene der Hauptfunktion \(J(\zeta)\) von \(\varGamma\) verzweigt ist. Von hier aus indessen zur algebraischen Relation zwischen \(J\) und \(\sigma\) zu gelangen, erscheint wegen der Schwierigkeit der Rechnung unausführbar. Man beachte aber, daß sich in der \(G_{360}\) auch zwei Systeme von je 15 gleichberechtigten Tetraedergruppen \(G_{12}\) befinden, denen zwei Systeme von je 15 gleichberechtigten Untergruppen \(\varGamma_{30}\) innerhalb \(\varGamma\) entsprechen. Die einzelne \(\varGamma_{30}\) ist eine unsymmetrische Gruppe der Signatur \((1, 3; 2, 2, 2)\). Die \(\varGamma_{30}\) lassen sich aber auch leicht von den zu den \(G_{60}\) gehörenden \(\varGamma_6\) aus gewinnen. Ist \(\varGamma_6\), \(\varGamma_6'\) ein geeignetes Paar der letzteren, mit den beiden Hauptfunktionen \(\tau(\zeta)\), \(\tau'(\zeta)\), so bilden \(\tau\), \(\tau'\) ein Funktionssystem der \(\varGamma_{30}\), sodaß zwischen \(\tau\) und \(\tau'\) eine algebraische Relation (je vom Grade 5) besteht, die sofort angebbar ist. Aus \(\tau\), \(\tau'\) bilde man das Produkt \(t\) und die Summe \(u\), sowie \(v=\sqrt t\). Mit \(u\) und \(v\), die durch eine einfachere Relation verbunden sind, besitzt man ein Funktionssystem für die \(\varGamma_{15}\). Hieraus läßt sich eine Hauptfunktion \(\sigma\) für die \(\varGamma_{15}\) ableiten, man erhält \(\sigma=\sqrt{\dfrac{v+4}{v}}\), wo das Vorzeichen geeignet festzulegen ist. Sodann wird die zwischen \(\sigma\) und \(\tau\) (die ein Funktionssystem der \(\varGamma_{30}\) darstellen) bestehende Relation aufgestellt, die in \(\tau\) quadratisch ist. Die nach \(\tau\) genommene Diskriminante enthält einen biquadratischen Faktor \(\beta\); dann liefern \(\sigma\) und \(\sqrt\beta\) das einfachste Funktionssystem der \(\varGamma_{30}\). Um jetzt die Resolvente 15. Grades zu gewinnen, bestimme man die Werte von \(\sigma\) in den Ecken der 15 Doppeldreiecke des Diskontinuitätsbereiches der \(\varGamma_{15}\), die dann mit den daselbst bekannten Werten von \(\tau\) und \(\tau'\) zu vergleichen sind. So gelangt man zu der einen Resolvente 15. Grades der Transformationsgleichung in der Gestalt, daß sich \(J : J-1:1\) verhalten wie gewisse, in Faktoren zerlegbare ganze Funktionen 10. Grades von \(\sigma\), in die nur, abgesehen von \(i=\sqrt{-1}\), noch einfache quadratische numerische Irrationalitäten eingehen. Durch Wechsel des Vorzeichens von \(i\) geht die zweite Resolvente 15. Grades hervor.
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