Über das Stabilitätsproblem in der Hydrodynamik. (Q1485366)

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scientific article; zbMATH DE number 2631267
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    English
    Über das Stabilitätsproblem in der Hydrodynamik.
    scientific article; zbMATH DE number 2631267

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      Über das Stabilitätsproblem in der Hydrodynamik. (English)
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      1911
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      Der einfachste Fall ist der folgende: Zwei Ebenen \(y = + b\) und \(y = -b\) bewegen sich parallel der \(x\) Achse mit den Geschwindigkeiten \(+ U\) und \(- U\). Zwischen ihnen befindet sich eine Flüssigkeit, deren Bewegung dem Gesetze \(u=Uy/b\), \(v=w=0\) gehorcht. Erfahrungsgemäß\ ist dieser Bewegungszustand unter gewissen Umständen instabil. Wie ist dies zu erklären\(?\) Theoretische Erwägungen (von \textit{Osborne Reynolds}) und experimentelle Tatsachen haben zu der Vermutung geführt, es gebe eine solche positive Größe \(K\), daß\ der Bewegungszustand stabil oder instabil ist, je nachdem \(\varrho bU/\mu\) kleiner oder größer als \(K\) ist. Dagegen hat Lord \textit{Kelvin} die Behauptung aufgestellt, bei einer reibenden Flüssigkeit sei der Bewegungszustand für jeden Wert von \(\varrho bU/\mu\) stabil. Die \textit{Kelvin}sche Behauptung beschränkt sich jedoch auf unendlich kleine Störungen. Der Verf. beschäftigt sich in dem vorliegenden Aufsatze mit einem speziellen Falle der \textit{Kelvin}schen Problems, nämlich mit dem Falle \(b = \infty\). In den \(\S\S\) 2 u. 3 wird das zweidimensionale Problem behandelt und gezeigt, daß\ die \textit{Kelvin}sche Behauptung vollkommen richtig ist. Eine irgendwo in der Flüssigkeit entstandene Störung gibt nicht zu einem neuen Bewegungszustande Anlaß, sondern erlischt allmählich (wohl bemerkt, wenn man voraussetzen darf, daß\ die quadratischen Glieder keine Rolle spielen). In \(\S\) 4 wird das dreidimensionale Problem angegriffen, indem hier auch der Einfluß\ einer äußeren Kraft in Betracht gezogen wird. Aber nicht die vollständige Lösung des Problems wird gegeben. Schon Lord \textit{Kelvin} hat gezeigt, daß\ das Problem analytisch in zwei Probleme zerfällt: die Bestimmung von \(v\) und \(p\) und die von \(u\) und \(w\). Nur die erstere Bestimmung wird durchgeführt. Die von einer anfänglichen Störung herrührenden Teile von \(v\) und \(p\) konvergieren bei wachsendem \(t\) gegen Null; die von einer von \(t\) unabhängigen, auf ein endliches Gebiet der Flüssigkeit wirkenden Kraft herrührenden Teile von \(v\) und \(p\) bleiben bei wachsendem \(t\) im ganzen Raume endlich. Es scheint dem Verf. unwahrscheinlich, daß\ \(u\) und \(w\) sich anders verhalten. Hieraus schließt der Verf., man müsse das Stabilitätsproblem wesentlich anders angreifen.
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