Sur la résistance des fluides. (Q1485367)
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scientific article; zbMATH DE number 2631270
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Sur la résistance des fluides. |
scientific article; zbMATH DE number 2631270 |
Statements
Sur la résistance des fluides. (English)
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1911
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Der Verf. gibt in der Einleitung dieser großen Arbeit die folgende Übersicht über die Ergebnisse seiner Untersuchungen. ``\textit{Levi-Civita} hat 1907 durch eine grundlegende Abhandlung in der Theorie einen bedeutenden Fortschritt dadurch erzielt, daß\ er das allgemeine Integral der permanenten ebenen Bewegungen einer unbegrenzten Flüssigkeit um ein eingetauchtes Hindernis bestimmte (F. d. M. 38, 753, 1907). Die willkürliche Funktion, von der \textit{Levi-Civita} die Lösung des Problems abhängig macht, ist eine gewisse Potenzreihe; deren (reelle) Koeffizienten einer von ihm angegebenen Bedingung genügen müssen sowie gewissen Gleichheiten und Ungleichheiten, die jüngst von \textit{Brillouin} in seiner Vorlesung am Collège de France anschaulich entwickelt sind (F. d. M. 41, 819, 1910). Hat man die willkürliche Funktion erst gewählt, so ermöglicht die Methode von \textit{Levi-Civita} die Bestimmung der Form des Hindernisses und der Bewegungselemente. Die fragliche Methode ist interessanter Ausdehnungen fähig. \textit{Cisotti} hat aus ihr auf sehr elegante Art die Verallgemeinerung auf den Fall einer Flüssigkeit in einem geradlinigen unbegrenzten Kanal erhalten, wenn das Hindernis als symmetrisch in bezug auf die Achse des Kanales angenommen wird und die Bewegung ebenfalls in bezug auf diese Achse symmetrisch ist (F. d. M. 40, 814, 1909). Ich habe eine neue Ausdehnung auf den Fall zu erhalten versucht, bei dem die Flüssigkeit durch eine feste unbeschränkte Wand begrenzt wird, während das Hindernis beliebig ist. Dies ist das Problem, das ich zunächst in dem ersten Teile dieser Arbeit gelöst habe. Zu diesem Zwecke habe ich eine konforme Abbildung bestimmt, die dem Felde, das von der in bezug auf den festen Körper bewegten Flüssigkeit eingenommen wird, die innere Fläche eines kreisförmigen Halbringes in der Ebene einer Hülfsvariable \(\zeta\) zuordnet, und zwar derartig, daß\ die Ränder der Furchung ihre Abbildung auf den geradlinigen, auf der reellen Achse liegenden Rändern des Halbringes haben. Zufolge dieser Eigenschaft kann die Funktion \(\varOmega(\zeta)\), mit deren Hülfe ich alle Elemente der Bewegung ausdrücke, analytisch in den Halbring fortgesetzt werden, der den ersten vervollständigt, und dies ermöglicht den Schluß, daß\ die allgemeine Lösung \(\varOmega\), die unserer Aufgabe zukommt, dieselbe Allgemeinheit besitzt wie eine gewisse \textit{Laurent}sche Reihe mit reellen Koeffizienten, die nicht sämtlich willkürlich sind, bei der Bedingung der Konvergenz in dem Kreisringe. Unter diesen Umständen folgt aus der Kenntnis einer besonderen Lösung \(\varOmega_0\) die Möglichkeit, das allgemeine Integral niederzuschreiben. Es ist mir gelungen, eine besondere Lösung \(\varOmega_0\) dadurch zu erhalten, daß\ ich als analytische Form eine nach den Kosinus und den Sinus der Vielfachen von \(i \log \zeta\) geordnete Reihe eingeführt habe (analog einer \textit{Laurent}schen Reihe, abgesehen von der Anordnung der Glieder). Ich bilde zunächst eine mit \(\varOmega_0^1\) bezeichnete Funktion, die für ein von zwei geradlinigen, einen beliebigen Winkel einschließenden Strecken gebildetes Hindernis allen gewollten Bedingungen der Existenz und der Stetigkeit genügt. Der Beweis der Stetigkeit (ausgenommen in zwei von vornherein ausgeschlossenen Punkten der Grenze) ist der heikelste Punkt; er folgt aus einer wiederholten Anwendung eines \textit{Abel}schen Satzes. Hiernach bilde ich in allen möglichen Fällen eine besondere Funktion \(\varOmega_0\), die immer der Aufgabe entspricht. Aus ihr gewinne ich das allgemeine Integral der Frage in einer Gestalt, bei der die willkürliche Funktion die schon erwähnte \textit{Laurent}sche Reihe ist; später werde ich dazu geführt, diese durch eine ganz anders geartete Funktion zweckmäßig zu ersetzen. Die Lösung dieser Grundfrage, deren ganze Schwierigkeit \textit{Levi-Civita} gezeigt hatte, bildet den Gegenstand des zweiten Teiles dieser Arbeit. Ich bin dazu gekommen, eine neue willkürliche Funktion einzuführen, mittels deren die allgemeine Lösung der Aufgabe leicht ausdrückbar ist; zwischen dieser willkürlichen Funktion und der Form des Hindernisses besteht ein enges und augenfälliges Band. Daraus folgt, daß\ man, sobald das Hindernis von vornherein gegeben ist, die charakteristischen Eigenschaften der ihm entsprechenden willkürlichen Funktion unmittelbar bestimmen kann. Diese besondere Funktion gehört zu einer Klasse von Funktionen, die sämtlich Hindernissen von gleicher allgemeiner Form entsprechen, und es ist möglich, eine zu der obigen Klasse gehörende Funktion so zu wählen, daß\ sie ein Hindernis liefert, das praktisch mit dem vorgegebenen identisch ist. Von der Tatsache, daß\ man die Funktion \(\omega(\zeta)\) von \textit{Levi-Civita} für ein polygonales Hindernis kennt, bin ich ausgegangen. Man denke sich nun, daß\ die Anzahl der Seiten dieses Linienzuges unbegrenzt wachse, so daß\ man an der Grenze eine gegebene Kurve erhält, und nehme als willkürliche Funktion diejenige, welche die Beziehung \(\theta=\varPhi(\sigma)\) zwischen der Neigung \(\theta\) der Tangente in einem Punkte des Profiles des Hindernisses und dem Argument \(\sigma\) des entsprechenden Punktes in der konformen Abbildung ausdrückt. Unter diesen Umständen führt mich eine vielleicht kühne Schlußfolgerung an der Grenze zu einem Formelsystem, dessen Berechtigung nichts weniger als augenfällig ist. Diese Berechtigung ergibt sich erst aus dem vertieften Studium der von mir so erhaltenen Funktion \(\varOmega(\zeta)\). Hauptsache ist die Stetigkeit dieser Funktion \(\varOmega(\zeta)\) innerhalb des Kreises \(|\zeta|=1\) und bis auf seinen Rand hin (mit Ausnahme zweier Punkte). Dort liegt auch die größte Schwierigkeit. Ist diese Stetigkeit sichergestellt, so führt die Tatsache, daß\ der reelle Teil \(\theta\) der so gebauten Funktion \(\varOmega\) auf der Grenzkreislinie die Werte \(\varPhi(\sigma)\) annimmt, zum endgültigen Nachweise der Berechtigung des eingeschlagenen Ganges. Hiernach habe ich meine Formeln auf einige Beispiele angewandt, bei denen die Form des Hindernisses im voraus gegeben Wird, vornehmlich in dem Falle, bei dem das Hindernis die Ansicht eines Schiffsvorderteils hat, also dem praktisch interessantesten Falle. Dann bin ich ganz von selbst dahin geführt, die nämliche Methode auf die Erforschung der Bewegung einer von einer festen Wand begrenzten Flüssigkeit auszudehnen; das allgemeine Integral dieser Bewegung hatte ich ja in dem ersten Teile bestimmt. Auch hierbei ermöglicht es die Einführung einer neuen, willkürlichen Funktion (analog der vorigen), die Lösung der Aufgabe auf eine Art zu erhalten, welche die Gestalt des von vornherein gegebenen Hindernisses hervortreten läßt, Die früher bewirkte Einführung der Funktion \(\varOmega_0^1\) spielt hier eine wesentliche Rolle; ich beweise nämlich, daß\ die allgemeine Lösung \(\varOmega\) immer dieselbe Form wie \(\varOmega_0^1\) erhalten kann, und aus den Eigenschaften dieser letzteren fließen die der allgemeinen Lösung. Aus diesen Resultaten zieht man ähnliche Schlüsse wie bei denen für die unbegrenzte Flüssigkeit.'' Zuletzt wird auf andere Ausdehnungen der befolgten Methode hingewiesen, die der Verf. in gleichzeitig veröffentlichten Mitteilungen bekannt gegeben hat.
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